Jugendfeuerwehr im Wettkampf

Nachdem alle Knoten fertig waren, beendeten die Gruppenführer die Übung. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)

Regionsentscheid des Bundeswettbewerbs

LEHRTE-SEHNDE (r/gg). Der diesjährige Regionsentscheid des Bundeswettbewerbs wurde Lehrte ausgetragen. Insgesamt waren 55 Gruppen aus der ganzen Region Hannover bei hochsommerlichen Temperaturen um 25 Grad und strahlendem Sonnenschein angetreten. Sie hatten sich zuvor im jeweiligen Stadtentscheid qualifiziert. Um einen möglichst reibungslosen und zügigen Ablauf zu gewährleisten waren insgesamt vier Plätze für den A-Teil und zwei Bahnen für den B-Teil hergerichtet. Beim sogenannten A-Teil des Wettbewerbes musste die Gruppe gemeinsam einen Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift 3 in einer vorgegebenen Zeit von sechs Minuten durchführen. Als Wasserentnahmestelle diente in diesem Jahr eine Unterflurhydranten-Attrappe, da der Wettbewerb bei der Jugendfeuerwehr ohne Wasser durchgeführt wird. Bei dem Löschangriff übernahm hierbei der Wassertrupp den Aufbau der Wasserversorgung vom Unterflurhydranten zur Pumpe und von da aus zum Verteiler. In dieser Zeit war der Angriffstrupp bereits ausgerüstet auf dem Weg nach vorn und legte sich eine Druckschlauchleitung selbst und der Schlauchtrupp hatte sich am Verteiler in Bereitstellung gebracht. Zu den gewöhnlichen feuerwehrtechnischen Aufgaben der jeweiligen Trupps kam hinzu, dass der Angriffstrupp eine Leiterwand besteigen, der Wassertrupp eine Hürde überqueren und der Schlauchtrupp einen Kriechtunnel durchlaufen musste. Nachdem der Wassertrupp die Wasserversorgung hergerichtet hatte, bekam er seinen Einsatzbefehl vom Gruppenführer. Daraufhin rüstete sich der Trupp am Ablageplatz aus und begab sich wieder zum Verteiler, für diesen Trupp verlegte der Schlauchtrupp die Druckschlauchleitung. Nachdem die Leitung für den Wassertrupp hergerichtet war baute sich der Schlauchtrupp seine eigene Leitung auf und eilte durch den Kriechtunnel nach vorn. Nachdem alle Leitungen hergerichtet waren und von allen Trupps ein „Wasser marsch!“ erfolgte, meldete der Gruppenführer „Wasserhalt - Angriffstrupp und Wassertrupp: Knoten und Stiche anlegen!“. Daraufhin eilten die genannten Trupps nach vorn zum Knotengestell und führten ihre zuvor bei Übungsdiensten geprobten Knoten und Stiche aus. Nachdem alle Knoten geknotet und alle Stiche gestochen waren erfolgte vom Gruppenführer die Meldung „Übung beendet!“ und die Zeit wurde gestoppt.
Nach dem absolvierten A-Teil folgte der B-Teil, ein Staffellauf. Hierbei galt es eine Strecke von insgesamt 400 Metern mit verschiedenen Stationen zu bewältigen, vier dieser neun Stationen waren dabei eine reine Laufstrecke von 50 Metern. Bei einer Station musste ein 15 Meter langer Druckschlauch so schnell wie möglich aufgerollt und anschließend das Staffelholz an den nächsten Kameraden weitergeben werden. Dieser musste innerhalb seiner Station einen Schwebebalken überlaufen ohne dabei daneben zu treten. Der vierte Läufer nahm bereits zu Beginn des B-Teils auf einer Krankentrage Platz, neben dieser lagen ein Gürtel, ein Helm und ein Paar Handschuhe welche so schnell wie möglich angezogen werden mussten, um dann das Staffelholz weiterzureichen. Anschließend sollte von zwei Jugendlichen ein Druckschlauch mit einem Mehrzweckstrahlrohr zusammengekuppelt und anschließend mit einem Feuerwehrknoten verbunden werden. Der letzte Läufer hatte die Aufgabe, nach einem kurzen Sprint, einen Leinenbeutel zwischen zwei Stangen ins Ziel zu werfen. Der B-Teil wurde nach dem Altersdurchschnitt bewertet: Je jünger die Gruppe, desto mehr Zeit war vorgegeben.
Um die Wartezeit zwischen den beiden Teilen und bis zur Siegerehrung zu überbrücken, hatte die Stadtverwaltung den Teilnehmern eine kostenlose Erfrischung im Freibad ermöglicht, was gut angenommen wurde. Die Siegerehrung folgte mit Gästen, darunter Regionsjugendfeuerwehrwart Michael Homann, Regionsrätin Frau Cora Hermenau, Martin Voß von der Polizeidirektion Hannover, Bürgermeister Klaus Sidortschuk, Stadtbrandmeister Jörg Posenauer, Stadtjugendfeuerwehrwart Carsten Rohland sowie zahlreiche anwesende Gemeinde- und Stadtbrandmeister, Gemeinde- und Stadtjugendfeuerwehrwarte, Ortsbrandmeister.
Während sich drei Gruppen der Stadt Sehnde direkt hintereinander im Mittefeld platziert haben, nämlich Müllingen-Wirringen auf Platz 32, Rethmar 2 auf Platz 31 und Höver auf Platz 30, konnte sich Bolzum/Wehmingen auf Platz 27 etwas absetzen. Die Gruppe Rethmar 1 sicherte sich den vierten von insgesamt 55 Plätzen und darf somit am 16. Juni unter den besten 19 Gruppen der Regionsjugendfeuerwehr die Stadt Sehnde beim Bezirksentscheid in Bad Pyrmont vertreten - so der Bericht von Benedikt Nolle von der Stadtfeuerwehr Sehnde.