Informativer Rundgang durch die „Sehnder Wildnis“

Staunten über das Naturidyll mitten in Sehnde: Die TeilnehmerInnen der Führung mit Brigitte Philippi durch den Kötterschen Park. (Foto: Brigitte Philippi/privat)

Naturidyll und menschlicher Unrat im Kötterschen Park

SEHNDE (r/kl). Knapp 20 Personen verlockte der Frühling zur Teilnahme an der Führung durch den streng geschützten Kötterschen Park. Nach einer kurzen Einführung und der Verteilung eines Flyers über dieses Kleinod in Sehnde, seine Entwicklung und Bedeutung, ging es gleich zum spannenden Teil über, nämlich in den Wald.
Höhlenbäume wurden besichtigt, absterbende Äste und Bäume bestaunt und fotografiert, morsches Holz befühlt, in dem sich Asseln tummelten und viel kleinere Wesen ihrer Aufgabe des natürlichen Recyclings nachkamen.
Und überall dazwischen sprossen junge Bäumchen, vor allem Ahorne und Kastanien, aber auch Eberschen, in verschiedenen Alterstufen, während hoch oben über den Köpfen die großen Bäume ihr erstes Laub austrieben.
Der Teich lag in nachmittäglicher Stille, aber er beherbergt durchaus reichliches Leben, wie in der Diplomarbeit zur Schutzwürdigkeitsüberprüfung des Kötterschen Parks durch Rosa Vocino 2007 festgestellt worden war.
Die Ergebnisse dieser Diplomarbeit stellte Brigitte Philippi, welche die Führung übernommen hatte, kurz dar und wies vor allem auf die Bedeutung des Wäldchens für die Artenvielfalt, insbesondere im Hinblick auf die Fledermäuse, hin. Dafür sei der Erhalt dauerhafter geeigneter Lebensräume die Grundvoraussetzung, was für den Kötterschen Park nachgewiesen worden ist.
Traurig stellten die TeilnehmerInnen der kleinen Wanderung fest, dass nicht nur in den Randbereichen, sondern auch im Inneren des Parks Müll zu finden ist, was einen veranlasste, eine Plastiktüte mit gefundenem Müll zu füllen und mitzunehmen. Nach dem etwa anderthalbstündigen Rundgang durch das mehr oder weniger gangbare Gelände, durch sonnige und schattige Bereiche, bedankten sich alle für die informative Führung.