"In kleinen Gruppen geht es auch"

Der Sommer macht den Mini-Konfi-Unterricht im Freien möglich; Pastorin Damaris Frehrking (hinten, links) und Vikarin Friederike Schweizer (vorne, links). (Foto: Gabriele Gosewisch)

"Mini-Konfis" entdecken Bibel-Geschichten

SEHNDE (gg). Aus der Not eine Tugend gemacht hat in diesen Wochen Pastorin Damaris Frehrking bei der Realisierung des Konfirmanden-Unterrichts. Die sogenannten Mini-Konfis, die Kindern im Grundschulalter, kommen in denselben Kleingruppen in das Gemeindehaus, in denen sie auch in der Grundschule unterrichtet werden und an genau den Tagen, an denen sie ohnehin keinen Unterricht im Schulgebäude haben, denn dort wechselt die Anwesenheit mit den neuen Abstandsregeln. „Alle zu informieren, fordert einen hohen Aufwand, aber wenn die Gruppen erst einmal da sind, läuft ganz normaler Unterricht. Es geht also auch in kleinen Gruppen“, erklärt die Pastorin, die mit Vikarin Friederike Schweizer eine Unterstützung hat. So gibt es in den zwei Stunden pro Woche je Kleingruppe Bibel-Geschichten zu hören, die vom Kirchenjahr vorgegeben sind, und eine spielerische praktische Umsetzung. In der vorigen Woche wurde daher die Bedeutung von Pfingsten erklärt. Dass die Verständigung ohne das Sprechen nicht funktioniert, wurde an einer Aufgabe deutlich. So sollte eine Gruppe aus Papp-Kartons ein Haus bauen und dabei schweigen. „Alle haben gemerkt, dass das nicht funktioniert. Das Haus wurde ohne Absprachen untereinander nicht fertig. Das Gegenteil stellte sich danach beim Bauen mit Absprachen ein. Dann entstand ganz schnell ein gutes Haus, das sogar noch zur Kirche umgebaut wurde“, erklärt Damaris Frehrking zur Kreativität der Kinder. Sie hat seit 20 Jahren sehr gute Erfahrungen mit dem Modell „KU4“, zu dem es auch auf der Internetseite der Kirchengemeinde Informationen gibt. Die Grundidee bestehe darin, das erste Konfirmanden-Jahr, das normalerweise während der siebten Klasse erfolgt, vorzuziehen und bereits während der vierten Klasse durchzuführen. Kinder werden in die Gemeinde integrieren, wenn sie dem Alter entsprechend noch offen für Geschichten von Jesus, für das Singen, das Beten und den aktiven Einsatz im Gottesdienst sind. Jugendlichen gehe es auch um die Selbstfindung und –entwicklung, um Freundschaft, Liebe und Verantwortung.
In den Vorkonfirmanden-Unterricht aufgenommen werden jetzt auch Kinder im dritten Grundschuljahr, auch wenn sie nicht getauft sind und auch wenn die Eltern nicht Mitglied der Kirche sind. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.kirche-sehnde.de.