Impuls für Alternative

SPD-Antrag zur Bestattungsform

Sehnde (r/gg). Eine Änderung der Friedhofssatzung will die SPD-Ortsratfraktion bewirken und hat einen entsprechenden Impuls für die politische Diskussion formuliert. "Immer mehr Bürger wählen alternative Bestattungsformen", so der Hinweis von Ortsbürgermeister Helmut Süß.
Beispiel böte die steigende Zahl der Urnenbeisetzung mit pflegeleichten Gräbern oder anonyme Bestattungen auf Rasenflächen. Die Gründe seien vielfältig, und die spätere Grabpflege nach einer Erdbestattung werde von Hinterbliebenen womöglich aus problematisch eingeschätzt. "Viele Menschen wünschten sich aber durchaus weiterhin eine normale Erdbestattung, weichen aber quasi notgedrungen aus Gründen auf eben andere Bestattungsformen aus", meint der Ortsbürgermeister.
Die SPD-Ortsratsfraktion schlägt vor, die Satzung dahingehend zu ändern, dass nach einer Erdbestattung auch die Möglichkeit besteht, lediglich einen normalen Grabstein (mit einem vergrößertem Sockel für eine Blumenvase, ein Gesteck oder ähnliches) zu setzen. Die dann anzulegende Grabfläche würde in die umgebende Rasenfläche übergangslos zu integrieren sein und diese wäre dann auch durch die Mitarbeiter des Bauhofs regelmäßig mit zu mähen und mit einem sauberen Rasenkantenschnitt zum Grabstein zu versehen. Für diesen relativ geringen Aufwand könnte gegebenenfalls bei dem Kauf der Grabstelle eine Kostenpauschale von beispielsweise zehn Euro je Grab pro Jahr einkalkuliert werden. Mit dieser zusätzlichen Möglichkeit der einfachen Grabflächengestaltung würde Mitbürgern eine zeitgemäße weitere Option der Bestattung ohne nachrangigen persönlichen Pflegebedarf des Grabes durch die eigene Familie ermöglicht werden. Darüber hinaus könnte diese Maßnahme durchaus eine Trendumkehr wieder zurück zur normalen Erdbestattung bewirken mit eventuell positiven Auswirkungen auf den Friedhofshaushalt.