Im Stadtgebiet Sehnde wird ab sofort verstärkt geblitzt

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (v.l.) und Olaf Fals, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wennigsen, bei der Unterzeichnung des Mietvertrages für ein digitales Blitzgerät, das jetzt im Sehnder Stadtgebiet eingesetzt wird. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)

Die Stadt hat jetzt ein digitales Blitzgerät angemietet

SEHNDE. FahrzeugführerInnen, die sich im Straßenverkehr nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, sollten jetzt im Stadtgebiet Sehnde ihren Fuß vom Gas nehmen, denn hier wird ab sofort häufig geblitzt.
Dies auch deshalb, weil sich bei der Stadt Sehnde Klagen von AnwohnerInnen über Temposünder häuften. Diese fahren, sogar in Wohngebieten, unter anderem in der Nähe von Kindertagesstätten und Altenpflegeheimen, deutlich zu schnell.
Die Stadt Sehnde hat sich über mehrere Monate selbst ein Bild von der Situation gemacht und setzt jetzt ein Blitzgerät ein. Das Gerät leiht sich die Stadt von der Gemeinde Wennigsen im Deister, die das digitale Blitzgerät im Wert von 40 000 Euro bei dem nur die Daten der tatsächlichen Temposünder gespeichert werden kürzlich gekauft hat und nun auch an andere Städte und Gemeinden, so auch Seelze und Neustadt ausleiht. Im Sehnder Rathaus unterzeichnete Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke und Olaf Fals, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wenigsen, jetzt den Mietvertrag.
Für 950 Euro Miete im Monat, bei zunächst zwölf Monaten Laufzeit, bekommt die Stadt Sehnde von der Gemeinde Wenigsen einen „Rundumservice“ geboten, denn es werden nicht nur das Blitzgerät sondern auch eine Fachmann, der das Gerät bedient sowie das Auto, Geräte und der Sprit zur Verfügung gestellt. Weil Sehnde, einer regionsweiten Regelung zur Folge von der Region Hannover bezuschusst wird, entstehen keine Mehrkosten.
An drei bis vier Tagen im Monat, im Schnitt einmal wöchentlich, soll jetzt geblitzt werden. Das entspicht etwa 40 Messtagen im Jahr.
Das Gerät soll an Ortseinfahrten eingesetzt werden, aber auch in Bereichen in denen durch Tempoüberschreitungenschnell Menschenleben gefährdet sind. So beispielsweise auf der B 65 bei Köthenwald, in Bereichen in denen häufig Personen die Fahrbahn überqueren, vor Kindergärten und an der L 311 bei Gretenberg.
„Wir müssen uns heranarbeiten, um die richtigen Orte auswählen zu können,“ sagte Carl Jürgen Lehrke bei der Vertragsunterzeichnung, „17 Messtestellen sind bereits ausgewählt, aber es gibt weitere Schwerpunkte an denen Unfälle passieren. So auch zwischen Wassel und dem Müllinger Holz durch gefährliche Überholmanöver. Die Menschen sollen sich sicher auf den Straßen fühlen und keine Angst mehr haben müssen, dass ihre Kinder überfahren werden, wenn sie auf die andere Straßenseite zum nahe gelegenen Spielplatz gehen.“ Es gehe, so der Bürgermeister, bei diesem Projekt darum, vor allem grobe Verkehrsverstöße zu ahnden.
Die „Blitztage“ stehen bereits fest und können der Internetseite der Stadt Sehnde entnommen werden. Geblitzt wurde bereits in der vergangenen Woche. Weiter geht es weiter am Mittwoch, 17., Dienstag, 23. und Montag, 29. November, sowie im nächsten Monat am 8.,16. und 21. Dezember.