Hundert Touren am Tag geplant

Die leer stehende Immobilie an der Straße Gretlade wird im Herbst von Amazon in Betrieb genommen. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Amazon-Ansiedlung an der Straße Gretlade

HÖVER (gg). Amazon wird im Herbst ein neues Verteilzentrum an der Straße Gretlade eröffnen, Umbauarbeit in der leer stehenden Immobilie haben bereits begonnen. Dienstleister sollen für die Paketzustellen die sogenannte „letzte Meile“ zum Kunden fahren.
„Ich freue mich sehr über die Ansiedlung des Amazon Verteilzentrums in unserem Gewerbegebiet in Höver. Damit erfolgt nicht nur die Nachnutzung eines kurzzeitig leer stehenden Gewerbeobjekts, sie bietet auch neue Arbeitsplätze direkt am Standort sowie im Bereich der Zustellung der Waren“, teilt der Bürgermeister der Stadt Sehnde, Olaf Kruse, mit. „Gerade in der aktuellen Situation ist die Bereitstellung von wohnortnahen Arbeitsplätzen ebenso wichtig wie deren Bedeutung für die kommunalen Finanzen.“
Amazon wird nach eigenen Angaben rund 80 Arbeitsplätze auf den etwa 9.700 Quadratmetern des neuen Verteilzentrums schaffen. Für die Auslieferung der Pakete an die Kunden werden bei den Lieferpartnern über 200 Fahrer zuständig sein. Amazon investiert in Transportinfrastruktur und Innovationen, um die Kapazitäten der Lieferkette zu erhöhen und den Kunden schnellere Lieferoptionen zu ermöglichen. ATechnische Entwicklungen wie die intelligente Routenplanung unterstützen die Fahrer bei der Auslieferung sowie die Versandmitarbeiter im Verteilzentrum.
„Wir freuen uns sehr, ein Verteilzentrum in Hannover-Sehnde zu eröffnen, in dem mehr als 20 Jahre logistische Kompetenz, technologischer Fortschritt und Investitionen in die Transportinfrastruktur stecken. So kann Amazon Kunden schnellere und flexiblere Lieferoptionen anbieten“, kommentiert Robert Viegers, Direktor von Amazon Logistics in Deutschland, in der aktuellen Pressemitteilung für Sehnde-Höver. Bürgermeister Olaf Kruse rechnet bei einem Drei-Schicht-Betrieb mit gut 100 Touren von Sprintern am Tag, die per Navigations-App jedoch weitgehend über die B65 in Richtung A7 zum Knotenpunkt Anderten geleitet würden. Er betont, dass die Stadtverwaltung weder fördernd noch regulierend in Bezug auf die Ansiedlung des Unternehmens gewirkt habe oder zukünftig einwirken könne, da es sich um keine städtische Wirtschaftsförderung oder Maßnahme handle. Olaf Kruse erklärt: „Werden in der freien Wirtschaft Mietverträge geschlossen, können wir froh sein, wenn es überhaupt eine Mitteilung an die Stadtverwaltung gibt.“