Hunde müssen an die Leine

Schutz der Wildtiere bis 15. Juli

Sehnde (r/gg). In der Zeit vom 1. April bis 15. Juli dürfen Hunde im Wald und in der freien Landschaft nur an der Leine geführt werden, so die Vorgabe aus dem Niedersächsischen Gesetz zur Wald- und Landschaftsordnung. Der Leinenzwang gilt nicht, wenn die Hunde zur rechtmäßigen Jagdausübung, als Rettungshunde oder von der Polizei, dem Bundesgrenzschutz oder dem Zoll eingesetzt werden oder ausgebildete Blindenführhunde sind. Die freie Landschaft besteht aus den Flächen des Waldes und der übrigen freien Landschaft, auch wenn die Flächen innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen. Bestandteile dieser Flächen sind auch die dazugehörigen Wege und Gewässer.
Die Stadtverwaltung bittet Hundehalter um Rücksichtnahme. Zu beachten sei, dass Rehe, Hasen oder Feldvögel bereits auf große Entfernungen sensibel auf Hunde reagieren. Bereits durch normales Herumschnüffeln am Wegesrand werden brütende Vögel so gestört, dass Nester aufgegeben werden. "Hatte ein Hund erst einmal seine Nase am Gelege oder am Jungwild, ist dies meist verloren, weil es die Elterntiere nicht mehr annehmen", so die Mitteilung der Stadtverwaltung. Erlaubt ist das Freilaufen der Hunder auf der dafür ausgewiesenen Fläche an der Straße des Großen Freien 2, am Ende der Straße Richtung Bahn.
Bäume zu fällen oder Gehölze stark zu beschneiden ist bis 15. Juli ebenfalls verboten.
Wenn die Hecken im Frühsommer ausgetrieben haben, kann man sie vorsichtig etwas zurückschneiden. Wichtig ist die genaue Prüfung, ob sich im Astwerk Nester befinden. In solchen Fällen muss der Schnitt verschoben werden.
Allem Voran steht jedoch die Vermeidung von Gefahrensituationen im Straßenverkehr, beispielsweise durch Grünüberwuchs in Bezug auf Verkehrszeichen, Beleuchtungsquellen, Sichtdreiecke oder das Lichtraumprofil über Straßen, Rad- und Gehwegen. Rückschnitte sind rechtzeitig vorzunehmen, so der Hinweis der Stadtverwaltung.