Hubertus-Gottesdienst wird in Haimar gefeiert

Als (Hubertus-)Hirsch ist es gar nicht so einfach, durch den Wald zu laufen - wie diese Mitmachaktion bei den diesjährigen Ferienpassaktionen des Hegeringes "Das Große Freie" in Lehrte und Sehnde bewies. (Foto: Hegering DGF/Ulf Schärling)
Sehnde: St. Ulrich-Kirche Haimar |

Jäger, Jagdhornbläser und Jäger-Pastor laden ein

SEHNDE/HAIMAR (r/kl). Ein Hubertus-Gottesdienst wird am Sonnabend, 10. November, ab 18.00 Uhr in der St. Ulrich-Kirche zu Haimar gefeiert.
Gestaltet wird der Gottesdienst von Peter Radow, Pastor und Jäger, der Bläsergruppe „Die Freien vor dem Walde", dem Bläserkorps „Das Große Freie", der Jagdgesellschaft Haimar, dem Kirchenvorstand und dem Hegering „Das Große Freie".
Jäger in Deutschland und anderen europäischen Städten gedenken - eighentlich am 3. November - ihres Schutzheiligen Sankt Hubertus. Bundesweit finden Hubertusmessen statt.
(Der Legende nach war Hubertus (655 bis 727 nach Christi), Pfalzgraf von Burgund, zunächst keinesfalls ein Vorbild für die Jägerschaft. Nach dem Tod seiner Frau ging er einem zügellosen Leben nach und übte die Jagd rücksichtlos aus.
An einem Karfreitag traf er auf einen kapitalen Hirsch, den er schon als sichere Beute glaubte. Kurz bevor er einen Pfeil auf das edle Tier schießen konnte, leuchtete zwischen dem Geweih des Hirsches plötzlich ein Kruzifix auf. Hubertus sank vor Ehrfurcht auf die Knie und gelobte Besserung.
Nach dieser Begegnung widmete Hubertus sein Leben der Kirche, was ihm später den Bischofssitz in Lüttich und die Heiligsprechung einbrachte. Zudem kann er als Begründer einer nachhaltigen und waidgerechten Jagd angesehen werden: Jägerinnen und Jäger in ganz Deutschland gehen nach diesem Vorbild auf die Pirsch und entnehmen nur so viel aus der Natur, wie nachwachsen kann.
Das macht Deutschland – trotz der dichten Besiedlung – heute zu einem der Wildreichsten Länder Europas. Für Natur und Gesellschaft engagiert sich die Jägerschaft ehrenamtlich.
Jäger finanzieren Arten- und Biotopschutzprojekte aus eigener Tasche und leisten Hilfe bei der Tierseuchenbekämpfung – ganz im Sinne von Sankt Hubertus.