Grußwort der Stadt Sehnde zum Jahreswechsel 2011/12

Carl Jürgen Lehrke, Bürgermeister der Stadt Sehnde. (Foto: Stadt Sehnde)

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

das Jahr geht langsam zu Ende und dies ist klassisch eine Zeit für Besinnlichkeit, eine Zeit zum Innezuhalten und zum Aufatmen. Während der Feiertage, kurz vorm Jahreswechsel kommt die Gesellschaft etwas zur Ruhe.

Es ist auch die Zeit um eine Bilanz der vergangenen Monate zu ziehen und den Ausblick auf das neue Jahr und die Zukunft zu wagen.

Ich nutze dieses Grußwort, um mich herzlich bei all denen zu bedanken, die mich gewählt haben und ich bekunde denen meinen Respekt, die sich für meinen Mitbewerber entschieden haben. Ich sage Ihnen allen zu, dass es für mich nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern auch eine persönliche Verpflichtung ist, auch in meiner zweiten Amtsperiode der Bürgermeister aller Sehnderinnen und Sehnder zu sein.

Allen ehemaligen, wiedergewählten und neu gewählten politischen Vertretern spreche ich auf diesem Wege meinen Dank für die geleistete Arbeit und die Bereitschaft zur Mitarbeit sowie meine Gratulation aus.

Ein afrikanisches Sprichwort lautet: „Ein Boot kommt nicht voran, wenn jeder auf seine Art rudert.“ Für uns alle gilt es fortan gemeinsam zu rudern und den richtigen Ruderschlag für die Zukunft unserer Stadt zu finden.

Das Bündnis für Familien hat den Begriff Familienstadt Sehnde geprägt und mit Leben gefüllt. Daraus konzipiert die Verwaltung Ihren Leitsatz, nach dem sich das Handeln für die Zukunft entsprechend ausrichtet.

Dass Sehnde als Familienstadt funktioniert, zeigt der Zuwachs von EinwohnerInnen. Während viele Kommunen einen Rückgang der Zahlen hinnehmen müssen, wächst Sehnde stetig weiter. Dabei sind wir keine reine Schlafstadt vor den Toren der Landeshauptstadt, sondern bieten durch die Ansiedlung vieler kleiner und großer Gewerbeunternehmen auch Arbeitsplätze in unterschiedlichsten Berufszweigen.

Bei der Gewerbeansiedlung zeigte sich auch im vergangenen Jahr, dass große Projekte von der Ansiedlungsanfrage über die Bauleitplanung bis zur Fertigstellung kunden- und zielorientiert umgesetzt werden können, wenn alle Beteiligten ihre Kräfte bündeln und in die gleiche Richtung arbeiten.

Dass es dabei auch immer Kritiker und Gegenmeinungen gibt, ist klar und auch wichtig für die demokratische Willensbildung. Auch hier zählt die Stadt als Ganzes; BürgerInnen bekommen ein Forum und werden gehört, Interessensabwägungen politisch diskutiert und eine Entscheidung gefunden.

Für den Familienwohnsitz Sehnde spricht unter anderem die umfassende Kinderbetreuung, die durch die zukunftsgerichteten Bedarfsplanungen der vergangenen Jahre im Bereich Kindertagesstätten ausgebaut werden konnte. Auch die Betreuungsangebote für Kleinkinder und die nachschulische Betreuung wurden durch die Einrichtung des Hortes in Ilten und den für 2012 geplanten Ausbau der Krippe in Höver weiter positiv entwickelt.

Im Bereich Jugend und Bildung wird fortlaufend an der Attraktivität der Familienstadt gearbeitet. Mit der Einweihung der Mensa in der Grundschule Breite Straße konnte das Projekt Ganztagsgrundschule dort abgeschlossen werden. Für das Jahr 2012 wird der Erweiterungsbau für die Grundschule Rethmar geplant.

Als weitere Leuchttürme zur Attraktivitätssteigerung sollen das neu gestaltete und eröffnete Waldbad, die vielen Feste und Veranstaltungen nicht unerwähnt bleiben. Dabei sind Unternehmen, eine aktive Kaufmannschaft, die Politik, Vereine und viele ehrenamtlich Tätige nie müde, neue Ideen umzusetzen, Veranstaltungen zu organisieren, Bewährtes auszubauen und zu erhalten.

Auch 2011 haben sich wieder viele SehnderInnen unter dem Banner der Ehrenamtlichkeit für lohnende Ziele eingesetzt. Ihr Wirken auf karitativem, kulturellem und sportlichem Gebiet trägt entscheidend zur Steigerung der Lebensqualität in Sehnde bei. Für Ihr Wirken bedanke ich mich ganz besonders.

Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren wurde 2011 mit einem großen Festakt zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr in Sehnde gefeiert. Diese Jubiläumsrunde geht 2012 mit einem Fest anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Feuerwehr in Ilten weiter.

Ein denkwürdiges Jubiläum feiert auch das Klinikum Wahrendorff. Zu seinem 150-jährigen Bestehen wird eine große Veranstaltung stattfinden.

Das Thema Finanzen möchte ich in diesem Jahr ganz bewusst kurz halten, denn wir alle sind über knappe Kassen, Finanzkrisen und Pleiten informiert. Ich habe selbst einmal gesagt, dass Sehnde schon immer gut „auf Eis grasen“ konnte und dazu stehe ich auch weiterhin. Das wirtschaftliche Handeln vor dem Hintergrund knapper Mittel wird weiterhin bei allen Entscheidungen im Vordergrund stehen.

Ich hoffe, das Jahr 2011 war für Sie ein angenehmes und erfolgreiches Jahr, dass Sie gerne in Erinnerung behalten und ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das Jahr 2012 vor allem Frieden, Gesundheit und Wohlergehen.

Ihr Bürgermeister
Carl Jürgen Lehrke

Sehnde, im Dezember 2011