Grußwort der Stadt Sehnde zum Jahreswechsel 2010/11

Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. (Foto: Stadt Sehnde)

Liebe Sehnderinnen
und Sehnder,

das Jahr 2010 neigt sich dem Ende zu und es ist wieder einmal Zeit, Bilanz zu ziehen, und zu sehen, wie sich das Jahr entwickelt hat, welche Pläne umgesetzt wurden und welche verschoben werden müssen.
Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise waren auch in Sehnde zu spüren und führten unter anderem dazu, dass 2010 ein Haushaltssicherungskonzept erstellt werden musste. In diesem Konzept müssen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie die Leistungsfähigkeit wieder hergestellt werden kann. Dabei stehen alle nicht per Gesetz übertragenen Aufgaben und deren Kostendeckung auf dem Prüfstand.
Das bedeutet, auch in Zukunft werden immer wieder unliebsame Entscheidungen gefällt und berechtigte Interessen zurückgestellt werden müssen.
Trotz der schlechten Finanzlage stand die Zeit aber nicht still und die vorgesehenen Maßnahmen wurden durchgeführt. Dass sie teilweise erst später begonnen wurden, lag dabei nicht an den Finanzen, sondern am ausdauernden Winter.
Davon war leider das Waldbad besonders betroffen. Weil es ja ohnehin nur saisonal geöffnet ist, hat sich hier die Bauzeitverlängerung dort besonders gravierend ausgewirkt. So mussten die Sehnderinnen und Sehnder während der heißen Sommertage in diesem Jahr auf ein erfrischendes Bad verzichten. Die Bauarbeiten verzögerten sich so sehr, dass die Eröffnung erst mit dem Ende der Saison zusammenfiel. So konnte wenigstens noch getestet werden, ob die Baumaßnahmen erfolgreich durchgeführt wurden.
Die durch das Konjunkturpaket unterstützte energetische Sanierung der Turnhallen wurde abgeschlossen. Damit wurden die Weichen für einen verantwortungsbewussten und sparsamen Umgang mit Energien gestellt, der sich in der Zukunft sicher positiv auswirken wird.
Der Schwerpunkt aber lag wie in den vergangenen Jahren bei der Ausweitung der Tagesstätten- und Krippenbetreuung.
Kinder und Familie sind nach wie vor die wichtigsten Themen in Sehnde. Damit verbunden ist die Bereitschaft, Familien in Sehnde zu stärken, zu fördern und für sie eine lebenswerte und attraktive Zukunftsperspektive zu schaffen. Das war und bleibt unser Bestreben. Deshalb ist es auch für die Zukunft so wichtig, freiwillige Aufgaben wie Freibad, Hallenbad, Hort, Musikschule, Volkshochschule weiterzuführen bzw. zu unterstützen.
Allerdings wird es auch im Jahr 2011 nicht einfacher. Der Haushaltsentwurf schließt mit einem Minus ab. Der investive Bereich ist, nachdem Sehnde bei den Investitionen viele Jahre lang in der Region in der Spitzengruppe gelegen hat, auf ein Normalmaß heruntergefahren. Nachdem in den vergangenen Jahren die Kinderbetreuung in den Krippen, Tagesstätten und Grundschulen erheblich ausgeweitet wurde, sollen im nächsten Jahr Ausgaben in der Kooperativen Gesamtschule, den Feuerwehrgerätehäusern und der Dorferneuerung in Bilm und Ilten getätigt werden.
Eigentlich ist es ja im öffentlichen Bereich nicht anders als im privaten. Wir alle können nur das ausgeben, was uns zur Verfügung steht. Es ist zwar verständlich, dass niemand von uns auf gewohnte Standards verzichten will, aber alle Bereiche werden ihren Beitrag leisten müssen.
Umso wichtiger ist persönliches Engagement, um anderen Menschen zu helfen, aber auch das gesellschaftliche Leben in Sehnde zu fördern und die Gemeinschaft zu stärken, damit wir uns wohl fühlen können in unserer Stadt.
Mein Dank gilt daher allen Menschen in unserer Stadt, die sich ehrenamtlich engagieren und mit ihrem Einsatz ganz erheblich zur Lebensqualität in Sehnde beitragen.
In der Welt und Ihnen persönlich Gesundheit, Zufriedenheit und viel Glück im Jahr 2011.
Carl Jürgen Lehrke,
Bürgermeister