Grundstein für KGS-Erweiterung gelegt

Bei der Grundsteinlegung für die KGS-Erweiterung an der Waldstraße (von links): Evelyn Gröne, Peter Schmidt (Industriebau Wernigerode GmbH), Carl Jürgen Lehrke und Ekkehard Vogt. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Fertigstellung für Sommer 2020 geplant

SEHNDE (gg). Schon vor einigen Wochen, während der Osterferien, ist die Baustelle zur KGS-Erweiterung an der Waldstraße eingerichtet worden. Der Baugrund wurde geöffnet, ein Kran aufgestellt. Das Fundament wird jetzt betoniert, die Baustahl-Bewehrung beeindruckt in ihrer Mächtigkeit, der Bauzaun überzeugt mit seiner Leichtigkeit. Schüler umlaufen das Areal, ein einladender Rundweg ebnet die Vernunft. Mit einer Zeremonie wurde am Freitagmittag der Grundstein gelegt. Unter den Gästen waren auch Silke Lesemann, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Sehnder Rates, und Wehmingens Ortsbürgermeister Olaf Kruse. Musikalisch von der Orchesterklasse unter der Leitung von Andreas Engelhorn begleitet, mauerte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke gemeinsam mit dem Architekten Ekkehard Vogt und KGS-Studiendirektorin Evelyn Gröne ein kupferne Kapsel ein. Darin hinterlegt sind, wie die Tradition es will, Baupläne, Münzen und Aktuelles aus dem Schulleben und der Tageszeitung. „Es wird ein architektonisch ansprechendes und funktionelles Gebäude. Ich wünsche allen eine unfallfreie Bauzeit“, sagte der Bürgermeister in seiner Ansprache, in der er die wichtigsten Schritte bis zum Baubeginn noch einmal skizzierte: Nachdem im Jahr 2015 der KGS-Raumbedarf festgestellt wurde, folgten Jahre der Diskussion und Erörterung im Rat, wo ein geeigneter Platz für eine Erweiterung sein könnte. „Nach Prüfung von Zweigstellen-Flächen haben wir drei Varianten im Bereich des Schulhofes abgewogen. Zu eng war es in jedem Fall, der Eingriff in den Baumbestand am Papenholz drohte.“ Der Brand der Turnhalle an der Waldstraße im Jahr 2016 habe alles verändert, so sein Hinweis. Er dankte dem Rat für seine Weitsicht, den Baugrund der abgebrannten Turnhalle für die KGS-Erweiterung zu bestimmen. „Nachdem der Grunderwerb für die neue Sporthalle an der Chausseestraße vollzogen war, ging alles sehr schnell“, sagt Carl Jürgen Lehrke. Schon im Sommer 2020 sollen 17 Klassenräume im dreigeschossigen Gebäude bezugsfertig sein. „Immerhin wird dieser Neubau 400 Schülern Platz geben, das ist eine beachtliche Größe. Beachtlich ist auch die Investitionssumme von 7,25 Millionen Euro“, sagte der Bürgermeister. Zwölf Klassen der Mittelstufe sind derzeit in Containern untergebracht, das soll sich mit dem Erweiterungsbau ändern. Ob die Container dann gleich überflüssig werden, oder noch für eine Übergangszeit genutzt werden, sei offen, so KGS-Rektorin Christina Petersen. In Vertretung für Schulleiterin Sandra Heidrich, die krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte, nahm sie zusammen mit Studiendirektorin Evelyn Gröne und Studiendirektor Markus Dippel, Leiter KGS-Gymnasialzweig, an der Zeremonie teil. Sie sagte: „Räume sind irgendwie immer knapp.“ Vorgesehen ist die KGS-Erweiterung für Schüler der höheren Jahrgänge, der Orchesterklasse aus dem siebten und achten Jahrgang und für Schüler der Oberstufe.
Zur spannenden Frage, ob die Hoffnung auf Einhaltung des Zeit- und Kostenplans eine Chance hat, äußert sich Natalia Rodriguez, Projektsteuerung im von der Stadtverwaltung beauftragten Ingenieurbüro „S3 - Sasse + Sasse GmbH“ aus Bremen, verhalten optimistisch. Sie blickt auf 20-jährige Erfahrung zurück und sagt: „Die Anforderungen sind über die Jahre immer mehr geworden. Nicht nur der Architekt und der Statiker arbeiten bei der Bauplanung und Ausführung zusammen, sondern auch mehrere weitere Sachverständige, wie beispielsweise für den Baugrund, den Brandschutz oder die Akustik. Es ist ein großes Team, das zusammenarbeiten und funktionieren muss. Zudem müssen die Gewerke zeitlich aufeinander abgestimmt sein.“ Dass es dabei leicht zu Verzögerungen kommen kann, sei klar, und eine wirkliche Herausforderung sei es, dies zu verhindern.