Großeinsatz der Feuerwehren

In Chemikalienschutzanzügen mussten die Arbeiten an dem betroffenen Fass vorgenommen werden. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)

Gefahrgutunfall in Höver

Sehnde (r/bs). Am Donnerstagabend, 25. März, kam es bei einem Unternehmen im Sehnder Ortsteil Höver zu einem Gefahrgutunfall.
Gegen 22.30 Uhr wurde bei Rangierarbeiten ein Fass mit Ethylpropionat beschädigt. Die Mitarbeiter verließen sofort das Gebäude, wählten den Notruf und schlossen das interne Kanalnetz, so das der Gefahrstoff sich nicht in das öffentliche Kanalnetz ausbreiten konnte.
Die alarmierten Kräfte der ABC Fachgruppe der Stadtfeuerwehr Sehnde sperrten den Schadensbereich weiträumig ab. Die erste Erkundung ergab, dass etwa 200 Liter des leichtentzündlichen Stoffes ausgetreten waren.
Aufgrund des niedrigen Flammpunktes von unter 23°C wurde ein umfangreicher
Löschangriff vorbereitet, um bei einer eventuellen Entzündung des Stoffes sofort reagieren zu können.
Messungen in der Ortschaft, welche zwischenzeitlich von Kräften der Ortsfeuerwehr Laatzen durchgeführt wurden, ergaben allerdings, dass für die Anwohner zu keiner Zeit Gefahr bestand.
Mehrere Trupps in Chemikalienschutzanzügen dichteten das betroffene Fass ab, nahmen mittels Bindemittel den ausgetretenen Gefahrstoff auf und sicherten die restlichen Fässer.
Eine Fachfirma übernahm anschließend die Entsorgung des beschädigten Gefäßes des Bindemittels sowie des Wassers, welches bei der Dekontamination der Einsatzkräfte aufgefangen wurde. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Höver, Ilten, Bilm, Bolzum, Sehnde, Wassel, Laatzen, die ELO der Stadtfeuerwehr Sehnde, der Fachberater ABC des ABC Zug Region Hannover Ost mit 90 Einsatzkräften sowie die Polizei und der Rettungsdienst.