Grabungen im Ladeholz

Forschungsprojekt der Uni Hildesheim

Sehnde (r/gg). Im Rahmen eines Forschungsprojektes zur frühen Eisengewinnung im nördlichen Mitteleuropa werden Studenten der Uni Hildesheim den Raum Sehnde genauer untersuchen, da bei der Erschließung des Neubaugebietes „Kleines Öhr“ Eisenproduktionsstätten gefunden wurden. Am Freitag, 6. Mai, werden dazu zwei kleine Grabungen im Ladeholz vorgenommen. Dabei werden sogenannte Bodenprofile angelegt, die etwa 60 Mal 60 Zentimeter breit und lang sein werden und bis zum anstehenden Ton hinabreichen. Diese Profile können Aufschluss darüber geben, wie alt die vorgefundenen Strukturen sind und die räumliche Ausdehnung von Erzabbaustellen, wenn es denn welche sind.
Gesucht werden prähistorische Erzabbaustellen, die sich zumeist nur noch unter Waldstandorten befinden. Erste Begehungen haben gezeigt, dass einige verdächtige Strukturen im Ladeholz vorhanden sind, direkt neben dem Hauptweg.
Die Arbeiten werden von Studenten der Studiengänge „Umweltsicherung B. Sc.“ und „Umwelt, Naturschutz und Nachhaltigkeit M. Sc.“ ausgeführt, die später in Bereichen des ehren- wie auch hauptamtlichen Naturschutzes tätig sein werden. Deshalb ist der schonende Umgang mit der Natur und im Wald selbstverständlich. Die Löcher werden am selben Tag wieder verfüllt.
Die gewonnenen Parameter sollen letztendlich der Naturschutzpraxis zugutekommen. Die Stadtverwaltung wird die Ergebnisse der Bodenuntersuchung (Standortqualitäten, Hydrologie und weitere) erhalten.