Gleich drei Sehnder KGS-SchülerInnen siegten beim Kunstwettbewerb Hannover

Die stolzen SiegerInnen mit ihren KunstlehrerInnen (v.l.): Lisa Becker (2. Platz), Karolin Voges, Finja Maasjost (1. Platz), Ulrike Hennicke, Alina Bührmann (3. Platz) und Aline Lendorf, ebenfalls eine der Bestbewerteten). (Foto: Sabrina Dickhaeuser)
SEHNDE (dik). Seit 2006 bietet der Kunstverein Hannover Projekte für SchülerInnen und Schulklassen an, mit der Möglichkeit, so eine Sensibilität für zeitgenössische Kunst und ihr ineinandergreifen mit der gesellschaftliche Wirklichkeit zu entwickeln.
Die achten Klassen im Wahlpflichtkurs Kunst an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde beteiligten sich an diesem Schülerwettbewerb, bei dem es galt, mit zeitgenössischen Künstlern in einen Dialog zu treten.
Als Wettbewerbsvorgabe bekamen die SchülerInnen Ausschnitte aus Bildern austellender Künstler vorgelegt und sollten rings umher, mit nur wenigen Vorgaben, ein ganz eigenes Bild in die Werke einfügen.
Die KGS-KunstlehrerInnen Ulrike Hennicke und Kristin Reichert bewerteten die künstlerischen Arbeiten gemeinsam mit den SchülerInnen und wählten schließlich 25 Wettbewerbsbeiträge aus. Insgesamt wurden mehr als 100 Bilder, von TeilnehmerInnen der unterschiedlichsten Schulformen in und um Hannover, eingereicht.
Am Ende wurden 37 Bilder ausgestellt. Für die jeweils besten drei SchülerInnen, die sich für Bildausschnitte der Künstler Matthias Bitzer, David Schnell oder Charles Avery entschieden hatten, wurden Preise vergeben.
Die KGS-KunstschülerInnen Finja Maasjost, Lisa Becker, Alina Bührmann und Aline Lendorf wählten einen Ausschnitt des schottischen Künstlers Charles Avery. Er legte in seiner bisher umfangreichsten Ausstellung im Kunstverein den Schwerpunkt auf den neuesten Teil seines Werkes „Onomatopoeia“ – einer von ihm erschaffenen, fiktiven Inselwelt, in der er in großformatigen Zeichnungen Romantik und Endzeitvorstellung vermischt.
Eine Nachwuchsjury aus ZehntklässlerInnen befand, dabei unterstützt von Fachleuten, dass drei SchülerInnen der KGS Sehnde sehr gute Kunstarbeiten zum Thema „Onomatopoeia“ abgegeben hatten. Finja Maasjost bekam hierfür Platz 1, Lisa Becker erreichte Platz 2 und Alina Bührmann Platz 3.
Die Zeichnung der vierten KGS-Schülerin, Aline Lendorf, gefiel der Jury ebenfalls sehr gut. Ihr Bild wurde ausgestellt.
Die drei Besten bekamen 20 bis 80 Euro und einen gebundenen „Ausstellungskatalog“ mit Bildern von Charles Avery. Der 38-jährige Schotte gehört zu den aufstrebenden Künstlern unserer Zeit und war in den vergangenen Jahren auf verschiedenen internationalen Biennalen zu entdecken.
Die Direktorin der KGS-Sehnde, Helga Akkermann, freut sich über den Erfolg ihrer SchülerInnen. „Alle WettbewerbsteilnehmerInnen haben, indem sie ihrer Kreativität und ihrer Fantasie Raum gegeben haben, nicht ausschließlich ,verkopft' gearbeitet. Durch solche Projekte können die SchülerInnen Toleranz üben und den Blick für besondere Wahrnehmungen weiten.“