Gerda Wassermann gestorben

Jüdin mit Sehnder Heimat wurde fast 100 Jahre alt

SEHNDE (r/gg). Die aus Sehnde stammende Gerda Wassermann, geborene Rose, ist am 5. April in ihrer Wahlheimat New York, USA, gestorben – wenige Wochen vor ihrem einhundertsten Geburtstag am 25. April. Ihre Biografie, im Jahr 2016 von Hans-Herrmann Seiffert in Schrift gesetzt, ist vielen Sehndern bekannt. Gerda Wassermann überlebte den Holocaust, engagierte sich als Zeitzeugin für die Aufklärung der NS-Verbrechen. Von Sehnde aus hat Anne Heineke von der Projektgruppe Stolpersteine engen Kontakt zu Gerda Wasserman gehalten. Gemeinsam mit Susanne Paul, Gemeindepastorin in Burgdorf-Ehlershausen und zukünftige Landespastorin für Frauenarbeit und Hans-Herrmann Seiffert, hatte sie einen Geburtstagsbesuch in New York geplant. Auch wenn die Erinnerungen an Sehnde und Deutschland und das zugefügte, unvorstellbare Leid nie in Vergessenheit geraten konnten, hatte Gerda Wasserman stets eine enge, emotionale Verbindung mit ihrer Heimat. Die Erinnerungsarbeit der Projektgruppe Stolpersteine hat sie mit Freude und Dankbarkeit begleitet. Bürgermeister Olaf Kruse und die Projektgruppe haben bereits vergangene Woche kondoliert.