Gefahrstoffe beim Verladen

ABC-Einsatz in der Nacht von Montag zu Dienstag in Höver. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)

120 Einsatzkräfte nachts im Speditionsbetrieb tätig

Höver (r/gg). Montagabend um 21.05 Uhr wurde die ABC-Fachgruppe Sehnde und der ABC-Zug Region Hannover Ost, bestehend aus Ortsfeuerwehren der Städte Burgdorf, Lehrte und der Gemeinde Uetze, zu einer Spedition nach Höver alarmiert. In der Speditionshalle war ein sogenannter IBC-Behälter mit Tausend Liter Volumen bei Verladearbeiten beschädigt worden. Aus dem Gebinde trat eine Säure aus, die zum Ätzen von Glas und Metallen eingesetzt wird. Insgesamt liefen circa 850 Liter des gesundheitsgefährdenden und ätzenden Stoffes aus. Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr erkundeten die Lage und richteten einen Sicherheitsradius ein. Weitere Einsatzkräfte sorgten für einen dreifachen Brandschutz: Druckschlauch, Schaumrohr und Pulverlöschanhänger. Die ABC-Einsatzkräfte gingen mit entsprechenden Schutzanzügen und Atemschutz vor. Mit technischen Hilfsmitteln wurde das Leck verschlossen und der Behälter gesichert. Im weiteren Verlauf wurde durch weitere Einsatzkräfte Chemikalien-Binder auf die ausgelaufene Flüssigkeit aufgebracht. Bei den sommerlichen Temperaturen war die Arbeit schweißtreibend für die Einsatzkräfte, sodass ein höherer Bedarf an Atemschutz-Geräteträgern erforderlich war. Messtrupps untersuchten Luftproben im Nahbereich um die Einsatzstelle. Eine erhöhte Stoffkonzentration wurde nicht festgestellt. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden an. Ein Spezialunternehmen wurde beauftragt, den ausgelaufenen Stoff fachgerecht zu entsorgen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 120 Einsatzkräften und diversen Fahrzeugen vor Ort. Eine vorrübergehende Sperrung der Hannoverschen Straße konnte nach kurzer Zeit wieder aufgelöst werden. Es kam dennoch zeitweise zu starken Verkehrsbehinderungen - so der Bericht von Feuerwehr-Sprecher Tim Herrman.