Für Quereinsteiger geeignet

Ausbildung zum sozialpädagogischen Assistenten

SEHNDE (r/gg). Ganz neu in der Personalentwicklung der Stadtverwaltung ist das Ausbildungsformat "Sozialpädagogische Assistentin" oder "Sozialpädagogischer Assistent", das in Vollzeit oder tätigkeitsbegleitend gezielt auf die Arbeit mit Kindern im Alter von unter einem Jahr bis 10 Jahren vorbereitet. Neben der klassischen Vollzeitausbildung mit einer Dauer von zwei Jahren, besteht an vielen Berufsfachschulen zusätzlich für Personen mit Hochschulreife oder beruflicher Vorbildung die Ausbildung als Quereinsteiger tätigkeitsbegleitend zu absolvieren.
Je nach Berufsfachschule gliedert sich der schulische Teil der Ausbildung in wöchentlich einen Unterrichtstag, pro Halbjahr drei bis vier Wochen ganztägigen Blockunterricht, Wochenendunterricht sowie Sonderveranstaltungen. Neben dem schulischen Teil beinhaltet die Ausbildung auch einen praktischen Anteil. Dieser findet in einer sozialpädagogischen Einrichtung statt und umfasst insgesamt 600 Zeitstunden , was mindestens 19,25 Wochenarbeitsstunden entspricht.
Bisher haben die Auszubildenden den praktischen Anteil in Form eines unentgeltlichen Ausbildungspraktikums in den städischten Kitas absolviert. Zukünftig wird es hierfür befristete Stellen geben, die gemäß dem TVSuE S2 (rund 2.300 Euro brutto) eingruppiert und dementsprechend bezahlt sind. Die Einstellung ist befristet für die Dauer der Ausbildungszeit und mit Ausbildungsabschluss ist eine Weiterbeschäftigung vorgesehen. Die Auszubildenden können einen wöchentlichen Stundenumfang zwischen 19,5 und 25 Stunden wählen. Die praktische Ausbildung findet in einer der 14 Kindertagesstätten (Krippe, Kindergarten oder Hort) statt. Dabei werden die Auszubildenden von Beginn an in den Praxisalltag eingebunden sowie durch die Fachkräfte angeleitet und begleitet.
Zwingende Voraussetzung für die Einstellung ist der Nachweis eines Schulplatzes an einer Berufsfachschule für Sozialpädagogische Assistenz. Erwartet wird Freude an der Arbeit mit Kindern, Engagement, Kreativität, Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Darüber hinaus sind Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und ein guter Umgang mit der deutschen Sprache von Vorteil.
Die Finanzierung dieser Stellen erfolgt über die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten und zur Gewinnung von Fachkräften (RL Qualität in Kitas) des Landes Niedersachsen. Die Richtlinie Qualität in Kitas soll für eine dauerhafte Qualitätssicherung in Einrichtungen der Betreuung und Erziehung von Kindern sorgen und die Entwicklung von Qualität und Teilhabe in der frühkindlichen Bildung ein großes Stück voranbringen. Gefördert werden über die Richtlinie unter anderen die Beschäftigung von Personen, die in Teilzeit eine Ausbildung zur Staatlich geprüften Sozialpädagogischen Assistentin oder zum Staatlich geprüften Sozialpädagogischen Assistenten absolvieren, mit dem Ziel der Personalgewinnung und Personalbindung (Zusatzkräfte Ausbildung). Die Bewerbungsfrist endet am 21. Juni. Interessierte und Bewerber erhalten weitere Auskunft unter der Rufnummer 05132 707 209.