Freude über neue Erntekrone für die Kreuzkirche Sehnde

Pastor Andreas Schmidt (li.), der Kirchenvorstand und Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (re.) freuen sich über die neue schmucke Erntekrone in der Kreuzkirche. (Foto: Foto: Kgmde. Sehnde)
SEHNDE (r/kl). Über einen gut besuchten Gottesdienst freuten sich der Kirchenvorstand und Pastor Andreas Schmidt am Erntedankfest in der Kreuzkirche. Die neue Erntekrone wurde feierlich in die Kirche getragen, sehr viele fleißige Hände hatten sie gebunden, so dass sie in den nächsten Jahren die Kirche zieren wird.
Die Liedertafel Sehnde war für die musikalische Gestaltung mit verantwortlich, und anschließend gab es Suppe und angeregte Gespräche im Gemeindehaus.
Im Predigttext ging es um eine Kollekte, welche die Gemeinde in Korinth für die Gemeinde in Jerusalem sammeln soll, und darum, dass Gott einen gütigen Geber lieb hat.
„Das ist ein interessantes Wort“, so Pastor Andreas Schmidt, „wenn man es auf Gott selbst bezieht. Gott gab seinen Sohn in diese Welt. Er gab einen Teil von sich selbst, um uns Menschen nahe zu sein, um die Kluft zwischen ihm und den Menschen zu verkleinern. Eine andere Reaktion als zu Zeiten Noahs. Kein Untergang, sondern neues Leben, neue Perspektiven.
Gott liebt sich selbst, in dem er sich selbst auf den Weg in diese Welt begibt, um seinen Ebenbildern wieder auf ihren Weg zu helfen. Schließlich gibt sich Gottes Sohn für uns in den Tod. Es ist die Güte des Sohnes selbst, mit der er sich für uns ans Kreuz gibt und schließlich auch Gottes eigene Güte, in der er auf die Welt kommt, um in dieser Form seine Zusage zu realisieren, die er Noah am Ende gab.
Deshalb ist die Kollekte die Antwort der Menschen auf das Handeln Gottes durch Jesus Christus an ihnen. Freilich können sie sich nicht selbst geben, wie Jesus es tat, so dass sie etwas von sich geben. Doch der gütige Geber wird Christus gleich, freilich auf einer anderen Ebene.
Diese Ebene symbolisiert die Differenz zwischen Gottebenbildlichkeit und Gott selbst in der Person des Sohnes. Gottebenbildlichkeit ereignet sich also im Spannungsfeld zwischen Verantwortung für andere und Eigenverantwortung, die sich im Bleiben im Bund Gottes gründet, bzw. fundamentiert.
Auch das Christusgeschehen ist ein Zeichen dafür, dass Gott sich selbst liebt. Dies geschieht durch die Bestätigung seines Schöpfungswirkens in der Aktualisierung des Selbigen in der Person Jesu Christi, seines Sohnes, und insofern durch sich selbst. In dieser Liebe zu sich selbst verschmelzen Vergangenheit als Schöpfungsgeschehen, Gegenwart als das sich stets aktualisierende Geschehen in Jesus Christus und Zukunft, in der Vergangenheit und Gegenwart ihrer Zeitbezogenheit entzogen und in die Ewigkeit aufgelöst werden.“