Feuer breitet sich blitzschnell aus

Löschangriff in Rethmar am Dienstagmittag. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)

Löscheinsatz endet mit Abriss eines Hauses, Hilfsaktion für die Betroffenen läuft

Rethmar (r/gg). Handwerker verursachten am Dienstagvormittag gegen 10.40 Uhr im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses einen Brand. Sie setzten den Notruf ab und unternahmen erste Löschversuche. Das Feuer breitete sich jedoch blitzschnell in Wand, Dach und Deckenbereich aus, so dass den Handwerkern nur der Rückzug und die Evakuierung blieb, denn die Bewohner befanden sich bis dahin im Haus. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stieg bereits dichter Rauch aus dem Dach des Hauses, das in Fertigbauweise errichtet worden war. Flammen waren von außen nicht erkennbar. Umgehend rüsteten sich die Atemschutztrupps und gingen in das Gebäude zur Brandbekämpfung vor. Die durch das Feuer im Inneren entstandene Hitze nahm so stark zu, dass der Löschangriff abgebrochen werden musste.
Eine weitere Herausforderung war es, den hohen Bedarf an zusätzlichem Löschwasser an der Einsatzstelle sicherzustellen. Dieser wurde durch zusätzliche Löschwasserleitungen aus einem entfernten Löschbrunnen sichergestellt. Hierzu musste die B65 teilgesperrt werden.
Parallel wurde ein Außenangriff eingeleitet und eine weitere Drehleiter aus Lehrte angefordert sowie die Alarmstufe erhöht, um ausreichend Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle zu haben.  Auch der massive Einsatz von Löschmittel und Technik brachten keinen Erfolg. Um die Löschmaßnahmen fortzuführen und vor allem auch zu beenden zu können, musste der Abriss des Gebäudes eingeleitet werden. Ein Abbruchunternehmen aus Lehrte wurde hinzugezogen, das Gebäude wurde abgetragen.
"Erst dann zeigte sich das ganze Ausmaß des Schadfeuers: bereits die gesamte Balkenlage der Erdgeschossdecke sowie alle tragenden Holzbalken waren in Brand geraten. Erst jetzt konnte die Feuerwehr den erwünschten Löscherfolg erzielen", berichtet Feuerwehr-Sprecher Karsten Gurkasch. Der Einsatz dauerte bis 22 Uhr. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt.
Im Einsatz war die Stadtfeuerwehr mit 120 Feuerwehrmännern; beteiligt waren die 
Ortsfeuerwehren Rethmar, Evern, Sehnde, Dolgen, Klein Lobke, Wehmingen, die Feuerwehr Lehrte sowie der Rettungsdienst mit zwei Rettungstransportwagen und ein Notarzt-Einsatzfahrzeug.
Die Stadtverwaltung koordiniert eine Hilfsaktion für die Betroffenen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.sehnde.de.