Fest zum tausendjährigen Bestehen

Das Programm des Feststonntags in Wirringen in der Übersicht. (Foto: wirringen.de)
 

Programm in Wirringen am Sonntag, 8. Mai

Wirringen (r/gg). Am 8. Mai findet ein Festsonntag anlässlich des tausendjährigen Jubiläums am "Wirringer Thie" statt. Das Programm beginnt um 11 Uhr mit einem Gottesdienst und der Enthüllung des Gedenksteins. Um 12 Uhr wird das Speise- und Getränkeangebot eröffnet. Neben Gegrilltem gibt es auch "Drillinge & Champignons mit Knoblauchsauce" vom Veranstaltungsservice des Scheuers Hof. Das Kaffee- und Kuchenbüfett wird um 14.30 Uhr eröffnet. Der Verein "Lasst die Kirche im Dorf" und die Trinitatis-Stiftung runden das Speiseangebot mit Fischbrötchen ab.
Anwohner werden alte Handwerkskunst zeigen, darunter ein Tischler, ein Schuhmacher und eine Graviermeisterin. "Zinnteller mit Wirringer Wappen oder Tausend Jahre Logo" sollen an die Meistbietenden versteigert werden. Das Info-Mobil der Jägerschaft wird vor Ort sein, und es findet eine Ausstellung von Geräten aus alten Zeiten statt. Der Shanty-Chor aus Bolzum und das Jagdhornbläsercorps Hegering Kronsberg werden musikalisch begleiten.
"Pepersack's Kontor", einer Mittelaltergruppe aus Hildesheim, wird alte Tänzen präsentieren und auch ein wenig Wissensvermittlung rund um die Lebensweise der Bürger in der Zeit des 14. Jahrhundert betreiben. "Familie Pepersack" beteiligt sich mit ihrem "Kontor" und zeigt, womit ein Großkaufmann des 14. Jahrhundert so alles Fernhandel trieb. Ebenso gibt es die mittelalterliche Warenwelt mit allen Sinnen zu erfahren, und der Kaufmann zeigt, wie der mittelalterliche Taschenrechner funktionierte. Außerdem steht ein Gewürz- sowie ein Imkerstand zur Verfügung.
Für Kinder gibt es ein buntes Programm: Neben einer Hüpfburg sorgt der Clown "Pepe Pepolino" für gute Stimmung, und die Feuerwehr belustigt mit Dosenwerfen und dem allseits bekannten "Haus Löschen"-Spiel mit der Kübelspritze. Der Verein "Lasst die Kirche im Dorf" und die Trinitatis-Stiftung stellen außerdem die Möglichkeit eines Armbrust-Schießens für Jung und Alt zur Verfügung. Und ganz nebenbei kann man sich noch sein persönliches Souvenir mit nach Hause nehmen: T-Shirts werden direkt vor Ort mit dem Logo der Tausend-Jahrfeier bedruckt und mit Hilfe einer Buttonmaschine können Buttons und Flaschenöffner mit dem Logo verziert werden.
Am Festsonntag werden zwei Exemplare des Buches „Wissenswertes über Wirringen“, zusammengestellt von Reinhard Beer, zur Ansicht ausliegen. Auf 400 Seiten gibt es Informationen und Wissenswertes über unser Dorf. Das Buch kann am 8. Mai am Infostand und in der darauffolgenden Woche per E-Mail zum Selbstkostenpreis bestellt werden. Die im PDF-Format zusammengestellte Wissenssammlung wird um den 8. Mai auf der Internetseite https://wirringen.de abrufbar sein.
Die Organisation des Festes hat ein Wirringer Team übernommen, dazu gehören Claudia Köhler, Helga Blauert, Ulrike Spörr, Diana Rißland, Raimo Staudte, Thomas Beer, Reinhard Beer, Anita Beer und Katharina Wrede.



Zum Hintergrund ein Auszug aus der heimatgeschichtlichen Aufarbeitung, zu finden auf der Internetseite http://wirringen.de: "Die erste urkundliche Erwähnung Wirringen stammt aus einer Urkunde des Bischofs Bernward von Hildesheim im Jahre 1022. Die Michaeliskirche in Hildesheim wurde am 29. September 1022 geweiht. Der damals wohl bedeutendste Bischof in der Geschichte des Bistums, Bernward von Hildesheim, starb am 20. November 1022. Kurz vor seinem Tod, am 1. November 1022, lies er aufschreiben, dass er das Michaeliskloster bei Hildesheim gestiftet hat und mit reichlich Besitztum ausgestattet hat. In dieser Niederschrift wird dann unter den Dörfern, die zum „item in pago Astfalo“ (Gebiet Ostfalen) gehören das Dorf Wiringe (Wirringen) neben Osleuehem (Össelse), Hottenhem (Hotteln), Hesithe (Heisede), Lutea villa (Himmelstür), Biscopesroth (Bisperode) und Throte (vermutlich Ruthe) erwähnt. „Wiringi“ - so wurde der Ort in einer anderen Urkunde des gleichen Jahres, in der der Kaiser Heinrich II das Michaeliskloster unter seinem Schutz stellte, geschrieben. An der Echtheit beider Urkunden bestehen Zweifel. Es gab Vermutungen, dass es Fälschungen aus dem 12. Jahrhundert sind. Dennoch wird anerkannt, dass auf Güterverzeichnisse des Klosters aus Lebzeiten Bernwards Bezug genommen worden war. Insofern darf sich Wirringen zu Recht auf diese erste urkundliche Erwähnung berufen."