Europapolitik im Unterricht

Silke Lesemann, SPD-Landtagsabgeordnete, diskutierte mit KGS-Schülern über Europapolitik. (Foto: SPD-Wahlkreisbüro)

KGS-Schüler diskutieren mit Silke Lesemann

SEHNDE (r/gg). Im Rahmen des 13. bundesweiten EU-Projekttags hat die Sehnder SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann mit einer elften Klasse der KGS Sehnde über Europa diskutiert. Rund 25 Schüler begrüßten die Politikerin in ihrem Klassenraum und fingen direkt an, Fragen zu stellen. Ein Schüler wollte wissen, wie Silke Lesemanns Position zu den derzeit viel diskutierten Uploadfiltern ist. „Die SPD ist gegen die Verwendung von Filtern auf In-ternetportalen“, so ihre Antwort. Bei Uploadfiltern handelt es sich um eine Software, die bereits beim Hochladen in das Internet prüft, ob das benutzte Material gegen Urheberrecht verstößt. Im Zweifelsfall wird das Hochladen blockiert, worin Kritiker einen Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit sehen. „Statt Videos und Musik herauszufiltern, sollten die Urheber bezahlt werden. Schließlich verdienen die Internetriesen eine Menge Geld damit“, sagte Silke Lesemann.
Auch das Thema Rechtpopulismus kam im Verlauf der Diskussion zur Sprache und eine Schülerin wollte Gründe wissen. „Da gibt es nicht nur eine Antwort. Sicherlich verunsichern aber die Folgen von Globalisierung, Migration, Digitalisierung einen Teil der Menschen, die wiederum Identität und Sicherheit in Nationalismus suchen“, antwortete Silke Lesemann. „Das beunruhigt mich sehr“, sagte die Schülerin und Silke Lesemann stimmte ihr zu: „Deswegen ist es wichtig, dass wir Europa wieder als das begreifen was es ist - ein Bekenntnis für Frieden und Zusammenhalt.“
Neben Fragen nach der verteidigungspolitischen Strategie Europas und Rüstungsexporten, wollten die Schüler auch über Klimaschutz sprechen. Dabei ging es um die „Fridays for future“-Demonstrationen, bei denen sich junge Menschen derzeitig weltweit für einen besseren Klimaschutz einsetzten. „Ich finde die Idee der Demonstrationen gut. Dabei darf man aber nicht außer Acht lassen, dass sich das Konsum- und Mobilitätsverhalten des Einzelnen ändern muss. Nur so können wir die Erde auch für zukünftige Generationen erhalten“, sagte Silke Lesemann abschließend.