Ein Motor der „Familienstadt“ verlässt Sehnde …

Die 2. SoVD-Vorsitzende Annelie Telch und stellvertetende Ortsbürgermeistern Regine Höft haben Pastor Andreas Schmidt, gemeinsam mit dem stellvertretenden Ortsbürgermeister Helmut Süß und der SoVD-Vorsitzenden Brigitte Thomas schon ein Abschiedsgeschenk überreicht. (Foto: SoVD Se/Thomas)

Am Sonntag Abschiedsgottesdienst für Pastor Andreas Schmidt

SEHNDE (r/kl). Am Sonntag, 21. August, verabschiedet die evangelisch-lutherische
Kirchengemeinde Sehnde Pastor Andreas Schmidt in einem feierlichen
Gottesdienst ab 16.30 in der Kreuzkirche. Im Anschluss wird zu einem Sektempfang ins Gemeindehaus Mittelstraße 54 eingeladen. Dort besteht die Gelegenheit, sich persönlich von Pastor Schmidt zu verabschieden und ins Gespräch zu kommen. über viele Besucher freut sich die Gemeinde mit Pastor Schmidt.
Die Verabschiedung wird von Superintendent Dr. Ralph Charbonnier vorgenommen, der Gottesdienst wird von beiden Pastoren und Kirchenvorstehern mitgestaltet.
Nach neun Jahren Dienst in der Sehnder Gemeinde wechselt Pastor Schmidt zum
1. August in den Kirchenkreis Herzberg in die Gemeinde Pöhlde – eine Nachricht, die in Sehnde mit viel Bedauern aber auch ersten besonderen Danksagungen von Institutionen wie dem Ortsrat und Verbänden wie des Sozialverbandes aufgenommen wurde.
Rund 55 BesucherInnen hatte so in der „Schützenklause“ Chausseestraße das traditionelle Sommerfest (im Regensommer) des Ortsverbandes Sehnde im Sozialverband Deutschland (SoVD), eine Veranstaltung die Menschen zusammenführen und die sozialen Kontakte fördert. „Die Beziehung zu anderen Menschen sollte für uns selbstverständlich- wie Essen und trinken sein,“ so die Vorsitzende Brigitte Thomas.
Dieser Nachmittag, war der richtige Zeitpunkt und Rahmen für den Sozialverband, sich von Pastor Andreas Schmidt zu verabschieden. „Pastor Schmidt ist nicht nur Mitglied unseres Ortsverbandes sondern unterstützte uns in der sozialen Arbeit, ein wichtiger Teil waren die gemeinsamen, Generationsüberbergreifende Veranstaltungen die Konfirmanden, Schüler der KGS und Senioren zusammen brachte und in dem wir einige Jahre, das Bohnhoefferhaus für die SoVD Veranstaltungen nutzen durften,“ wünschte Brigitte Thomas dem scheidenden Pastor im Namen des SoVD Ortsverbandes Sehnde „alles Gute an der neuen Wirkungsstätte“ und überreichte ihm ihr Fotobuch „Sehnder Ansichten“ mit einer individuellen Einführungsseite, damit er sich auf diesem Wege gerne an Sehnde erinnert.
Auch die Mitglieder im Sehnder Ortsrat bedauern den Weggang von Andreas Schmidt sehr – und haben dies in einer parteiübergreifenden Erklärung kund getan:
„Mit großem Bedauern mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass Pastor Andreas Schmidt Sehnde zum Ende dieses Monats verlassen wird und zum 1. August eine neue Kirchengemeinde in Pöhlde, einem Ortsteil von Herzberg am Harz, übernehmen wird.
Mit dem Weggang von Pastor Andreas Schmidt verlieren wir in Sehnde einen Menschen und eine Persönlichkeit. Als kirchlicher Würdenträger und über seine seelsorgerischen Aufgaben hinaus hat er sich wie kaum ein anderer in unserem Ort mit vielen guten Ideen aktiv eingebracht und sehr verdient gemacht.
Er ist in den Straßen von Sehnde als passionierter ,Fußgänger' und seinem unverwechselbarem Erscheinungsbild als Mann der Kirche ständig und für Jedermann präsent.
Er ist gemeinsam mit dem Sehnder Ortsrat maßgeblicher Mitbegründer der Initiative von „Sehnde sind wir“, die zur Stärkung des „Wir- und Gemeinschaftsgefühls“ aller ortsansässigen Vereine, Verbände, Organisationen und Kirchen ins Leben gerufen wurde.
Gedanken zu einem Mehrgenerationenhaus, zur Anlage eines Pfads der Sinne und des Bündnisses für Familien sind generationsübergreifende Zukunftsthemen, die er aufgriff bzw. maßgeblich mit voranbrachte.
Ob Bergfest, 1. Mai-Veranstaltung oder Stadtschützenfest, an seiner Person und Gottes Segen hat es nie gemangelt. Die Einrichtung einer Kinderkrippe im Bonhoefferhaus, die Gründung des Männerstammtisches und die regelmäßigen Kontakte zu den Seniorenheimen spiegeln seine weiteren Aktivitäten wieder.
Andreas Schmidt war in seiner langjährigen Wirkungszeit hier in Sehnde quasi ein Mediator, ein Bindeglied zwischen der Kirche, den Menschen und der Politik wie kaum ein anderer. Die entstehende Lücke in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde zukünftig adäquat zu schließen, wird für die Entscheidungsträger keine ganz einfache Aufgabe werden.
Erst wenn Andreas Schmidt nicht mehr da ist, werden alle wirklich wissen, was wir mit seinem Weggang verloren haben. Wir danken Andreas Schmidt für sein großes soziales Engagement in den vergangenen neun Jahren für die Menschen hier in Sehnde, unsere besten Wünsche begleiten ihn in seinem neuen Wirkungskreis und Aufgabengebiet“. Unterschrieben ist diese ganz besondere Würdigung vom Sehnder Ortsbürgermeister Jürgen Falkenhagen und seinen Stellvertretern Helmut Süß und Regine Höft.