„Die Zukunft beginnt mit den Entscheidungen hier vor Ort“

Gemeinsam bewirkten sie vor zehn Jahren den politischen Wechsel in Sehnde, jetzt kam Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen (li.) zurück ins Festzelt in Ilten, um beim Wahlkampfauftakt die Wiederkandidatur von Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (re.) zu unterstützen – und erhielt für ihre Rede mit der Aussage, dass auch in der Politik viele kleine Schritte das Große ergeben, Stehende Ovationen. (Foto: Walter Klinger)

Bundesarbeitsministerin zeigt sich von CDU-Erfolgen in Sehnde überzeugt

SEHNDE/ILTEN. Wenn es noch eines Motivationsschubes für den Wahlkampf der Sehnder CDU bedurft hätte, kam dieser jetzt von gewissermaßen von höchster Stelle: Die heutige Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen, die vor zehn Jahren als Politikneuling im Erfolgsgespann mit dem jetzt wieder kandidierenden Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke den politischen Wechsel in der Stadt Sehnde schaffte, bekräftigte beim Wahlkampfauftakt der CDU im einen Tag vor dem Schützenfestbeginn – trotz Unwetterwarnung draußen – mit fast 200 BesucherInnen gut gefüllten Festzelt ihres einstigen Heimatortes Ilten, wo die Wurzeln für politisches Handeln liegen: „Die Zukunft beginnt mit den Entscheidungen in der Kommunalpolitik hier vor Ort“.
Die mit Lehrke und der Politik der CDU in zehn Jahren in Sehnde erreichten Erfolge für die Zukunftssicherung – von der Hort- und Kinderbetreuung über Schulen und Stadtenwicklung bis hin zum trotz dieser Investitionen erfolgreichen Abbau der die Zukunft belastetenden Schulden von 11 auf 4,8 Millionen – könnten sich sehen lassen. Sie sei für die Zeit in Ilten und die Möglichkeit ihre kommunalpolitischen Erfahrungen von hier aus in Sehnde machen zu können dankbar, dankte die Bundesministerin ihren damaligen Mitstreitern – denen sie sich immer noch verbunden fühle.
„Ich habe nicht vergessen woher ich gekommen bin und ich bin dankbar für die Wurzeln, die ich hier in Ilten schlagen konnte,“ bekräftigte die Bundesministerin, als sie den Unterschied zu ihrem Politikstart benannte: „Damals ging es in Sehnde um ein Haushaltsvolumen von 20 Millionen, heute bin ich in meinem Ministerium für einen Etat von 130 Milliarden verantwortlich.“ Der Unterschied dokumentierte sich auch optisch: Stärkte ihr einst vor der Iltener Ortsverbandsvorsitzende Heinrich Meier den Rücken und wurden mit Stephan Langer die Plakate zu zweit geklebt, sind bei den Auftritten jetzt Referent und Bodyguards immer dabei.
Unter der Vorgabe, dass „das ganz Kleine in der Summe immer das Große ergibt,“ möchte die Bundesministerin die Erfahrungen von einst nicht missen. „Wir kochen alle nur mit Wasser“, beschrieb Dr. von der Leyen die eigenen Anfänge in der Sehnder Politik: Die Passage über die Feuerwehrfahrzeuge in ihrer ersten Haushaltsrede als Fraktionsvorsitzende musste noch Carl Jürgen Lehrke schreiben, bei der konstituierenden Ratssitzung in Lehrte – als Ehrengast begrüßt – war sie eigentlich nur, um sich den korrekten Ablauf abzuschauen.
Verlässliche Grundschulen, Ganztagsschulbetrieb, Kita-Nachmittagsdienst, Hort- und Krippenplätze – diese heute in Sehnde selbstverständlichen Angebote kontrastierte von der Leyen mit den eigenen Erfahrungen von vor zehn Jahren als Mutter von sieben Kindern in Ilten, als Kita-Plätze schon bei der Geburt anzumelden und die Kinder zu Betreuungsangeboten in verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten zu bringen waren.
Viel sei erreicht worden, den Frauen Familie und Beruf zu ermöglichen – mit der Nutzung der Erfahrung der Älteren eine der Antworten auf den Fachkräftemangel. Wer Verantwortung übernehmen wolle und dazu in der Lage sei, müsse auch die Voraussetzungen dafür erhalten. Aber, so brach Dr. von der Leyen eine Lanze für die von ihr geforderte Frauenquote, immernoch gäbe es nur 0,03 Prozent Frauen als Aufsichtsratsvorsitzende der börsennotierten Unternehmen.
Werte erhalten, Chancen eröffnen, dauerhaft Handel und Frieden in Europa (auch durch den Euro) erhalten, waren Themen der Ministerin. Die für alle Iltener und Sehnder Weggefährten – vom Kita-Personal über Lehrer, Elternvertreter bis hin zum CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Jens Lüders – aber persönlich eines zusicherte: „Ihr könnt weiter Röschen zu mir sagen.“
BILDUNTERSCHRIFT:
Gemeinsam bewirkten sie vor zehn Jahren den politischen Wechsel in Sehnde, jetzt kam Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen (li.) zurück ins Festzelt in Ilten, um beim Wahlkampfauftakt die Wiederkandidatur von Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (re.) zu unterstützen – und erhielt für ihre Rede mit der Aussage, dass auch in der Politik viele kleine Schritte das Große ergeben, Stehende Ovationen. Foto: Walter Klinger