"Desaströs und verwahrlost"

Olaf Kruse (links) und Helmut Süß zeigen das am Bahndamm offen liegende Kabel. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Handlungsbedarf am Bahndamm an der Drösewiese

SEHNDE (gg). Eine Abkürzung und zudem viel Grün bietet der Trampelpfad zwischen Drösewiese und Bahndamm, der auf dem Lidl-Parkplatz an der Nordstraße endet. „Der Weg wird viel genutzt. Von Lidl-Kunden ebenso wie von Schülern oder Älteren“, sagt Ortsbürgermeister Helmut Süß. Dringenden Handlungsbedarf sieht er bei der Sicherung des Weges, denn am Fuß des Bahndamms liegt ein Schacht offen, ein dickes Kabel liegt daneben. „Wir wissen nicht, ob Strom darin fließt. Bei brüchigen Kabeln kann es zu Spannungsüberschlägen in das Erdreich kommen. Das ist irre gefährlich“, sagt er. Die Stadtverwaltung habe in den letzten Jahren immer wieder vergeblich versucht, bei der DB kompetente und richtige Ansprechpartner zu finden, die für derartige Grundstückspflegen und Einhaltung einer Verkehrssicherungspflicht zuständig sind. Er lobt das schnelle Handeln des städtischen Betriebshofes. Büsche seien umgehende zurückgeschnitten worden. „Aber nur so weit, wie es in Abgrenzung möglich ist. Am Bahndamm darf nur die Deutsche Bahn etwas machen“, ergänzt der gewählte Bürgermeister Olaf Kruse vor Ort. „Desaströs und verwahrlost“ sei der Zustand, meint Helmut Süß, auch mit Blick auf den Müll und den heruntergedrückten Zaun.
Die Pressestelle der Deutschen Bahn lässt auf Marktspiegel-Nachfrage wissen, dass es bisher nur eine Anfrage der Stadtverwaltung Sehnde gegeben habe. Diese sei in der vorigen Woche eingetroffen. Es sei in erster Linie die Vegetation thematisiert und nach Zuständigkeiten gefragt worden. Dies werde derzeit geprüft.
Helmut Süß ist zuversichtlich. An ihn hat die Sehnder Stadtverwaltung eine Mail weitergeleitet, in der seitens der Deutschen Bahn die Kabelsicherung angekündigt wird. Wann das geschieht, sei allerdings unklar. Helmut Süß und Olaf Kruse sagen: „Wir bleiben dran.“ Das gelte auch für den „schwarzen Weg“, auf der nördlichen Seite der B65, Richtung KGS. Der könne, wegen der Beleuchtung, auch am Abend genutzt werden. Anders dagegen der Weg an der Drösewiese. Olaf Kruse sagt: "Für die dunkle Jahreszeit nicht zu empfehlen."