CDU/FDP: Krippenbau erfolgt trotz Haushaltssicherung

Ja zum Krippenbau, aber Absage an „politischen Wettlauf zwischen den Ortsteilen“: Wolfgang Ostermeyer, stellvertretender Fraktionschef der Sehnder Rats-CDU. (Foto: Archiv/Walter Klinger)

Aber kein „politischer Wettlauf zwischen Bolzum und Höver“

SEHNDE (r/kl). Nach dem Willen der CDU/FPD-Mehrheitsgruppe im Sehnder Stadtrat sollen im Haushaltsplan 2011 der Stadt Sehnde die Finanzmittel bereitgestellt werden, damit im nächsten Jahr mit den Vorbereitungen für die Einrichtung einer weiteren Krippe begonnen werden kann. Zum Kindergartenjahr 2012/13 soll die neue Krippe in Betrieb gehen.
Kinder, Jugend und Familien sollen, wie die CDU-FDP-Gruppe betont, trotz der Sparmaßnahmen aufgrund der schwierigen Haushalts- und Wirtschaftslage ihr Schwerpunkt bleiben.
„Der einmütigen Ratsbeschlüsse, die nächste Krippe in 2012 in den westlichen oder südlichen Ortsteilen einzurichten, sind weiterhin aktuell. Im Bereich Höver/Bilm ist gemäß den Statistiken und Hochrechnungen der Bedarf an weiteren Krippenplätzen am größten“, führte Almuth Gellermann, die jugendpolitische Sprecherin der CDU Sehnde, hierzu aus: „Im Bereich Bolzum hat sich der Bedarf durch die Großtagespflegeeinrichtung entspannt“.
Die CDU-FDP-Gruppe setzt bei der endgültigen Entscheidung auf eine fundierte Vorbereitung durch die Verwaltung. Die baulichen Alternativen und örtlichen Gegebenheiten müssten bewertet und berücksichtigt werden, hier gelte es angesichts der demografischen Entwicklung die optimale Lösung zu finden.
„Für uns gibt es keinen politischen Wettlauf zwischen Bolzum und Höver – wir entscheiden auf Basis der Verwaltungsanalysen und -planungen“, kommentiert der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Ostermeyer: „Die populistischen Vorabfestlegungen aus der Ratsopposition (gestern: Bolzum, heute: Höver, morgen: vielleicht-wo-anders) machen wir nicht mit“.