Carl Jürgen Lehrke tritt wieder an

Carl Jürgen Lehrke (links) und Lutz Lehmann gaben die Kandidatur zur Bürgermeisterwahl gemeinsam bekannt. (Foto: G. Gosewisch)

CDU-Kandidat für Bürgermeisterwahl am 26. Mai designiert

SEHNDE (gg). „Es war tatsächlich die schwerste Entscheidung meines Lebens“, sagt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur für die Bürgermeisterwahl am 25. Mai nächsten Jahres. „Andere bereiten sich in meinem Alter auf den Ruhestand vor“, erklärt der 61-Jährige mit Blick auf die nächste mögliche Amtszeit, die bis zum Jahr 2026 dauert.
Seine Beweggründe zur Kandidatur beschreibt Carl Jürgen Lehrke pragmatisch. Demnach fühle er sich noch nicht zu alt. Ganz im Gegenteil, sein Tatendrang sei ungetrübt. Mit Freude will er die positive Entwicklung in Sehnde weiter begleiten und gestalten. Sehndes CDU-Stadtverbandsvorsitzender Lutz Lehmann kann dem nur beipflichten. Die erfolgreiche Arbeit des Bürgermeisters der vergangenen Jahre spreche für sich, seine Erfahrung sei ein Gewinn für die Stadtverwaltung. 38 Jahre lang ist Carl Jürgen Lehrke kommunal tätig, zunächst begann er ehrenamtlich: Ortsratsmitglied (gewählt 1981) und Bürgermeister der Stadt Sehnde (gewählt 2001). Im Jahr 2005 wurde er mit der Reform der Verwaltungsstruktur hauptamtlicher Bürgermeister. Im Jahr 2011 wurde er wiedergewählt. Nun soll im Jahr 2019 eine weitere Amtszeit, auf sieben Jahre, beginnen. Zuversichtlich äußert er sich zu seinen Chancen: „Ich trete an, um zu gewinnen. Nichts anderes.“ Mit seiner jahrzehntelangen Verbundenheit zur CDU will er nicht brechen. Er sagt: „Ich könnte auch parteilos zur Wahl antreten, aber warum? Ich habe keinen Grund, von der CDU abzurücken.“ Lutz Lehmann ergänzt, dass die 220 Mitglieder des Stadtverbands dies sicherlich zu schätzen wissen. Er rechnet fest damit, dass mit der Urwahl in der CDU-Mitgliederversammlung am 16. November das Votum des Stadtverbandsvorstands für Carl Jürgen Lehrke bestätigt wird. Ein „weiter so“ reklamiert Carl Jürgen Lehrke in Bezug auf das kollegiale Arbeiten, sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch in Bezug auf die Ratsmitglieder oder die Bürgerbelange. Er betont: „Es geht nur miteinander!“ Dass Sehnde einen Zuwachs an Arbeitsplätzen zu verzeichnen habe und die Zahl der Einpendler steige, sei höchst erfreulich. So sei seitens der Stadtverwaltung nicht nur an der Qualität des Wohnstandorts zu arbeiten, sondern auch am Nahverkehrsplan und an der Optimierung der Vertaktung von Bus und Bahn, was allerdings auf Regionsebene entschieden wird. „Die Mobilität ist hoch. Wichtig ist, Erleichterungen zu schaffen“, sagt Carl Jürgen Lehrke. Wichtigstes Infrastruktur-Thema sei jedoch der Breitbandausbau, da sei der Bund in der Pflicht.