Bürgermeister zeigt Richtung auf

Carl Jürgen Lehrke (von links) bedankte sich bei Thorben Scharnhorst und Björn Scharnhorst für die Firmenpräsentation der "Exportvverpackung Sehnde GmbH" beim Neujahrsempfang der Stadtverwaltung im KGS-Forum. (Foto: Gabriele Gosewisch)
 
Dank für das ehrenamtliche Engagement des Bürgermeisters Carl Jürgen Lehrke (von links) erhielten Anja Quittschor, Reinhard Haase und Karsten Poschadel. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Geschäftsführer der Exportverpackung GmbH begeistern beim Neujahrsempfang der Stadtverwaltung

SEHNDE (gg). Mit dem Neujahrsempfang nimmt die Stadtverwaltung in bewährter Weise die Gelegenheit wahr, Menschen einzuladen, die sich für das Gemeinwohl in Sehnde engagieren – Vertreter der örtlichen Feuerwehren, Vereine, Institutionen und nachbarschaftlicher Hilfe. Rund 400 Gäste begrüßte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke persönlich im KGS-Forum, darunter der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch, Regionsrätin Andrea Fischer, die Regionsabgeordneten Bernward Schlossarek und Konrad Haarstrich, Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg, Burdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann und Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk, Rats- und Ortsratsmitglieder und Ortsbürgermeister. Wer der Einladung gefolgt war, hat seine Entscheidung sicherlich nicht bereut. Die Firmenpräsentation der Brüder Björn und Thorben Scharnhorst, Geschäftsführer der Exportverpackung Sehnde GmbH, wirkte wie ein beschwingter Motivationsschub. Sie strahlten eine Freundlichkeit aus, die ihresgleichen sucht. Die Kunst, mit wenigen, einfach gut gesprochenen Worten starke Botschaften zu geben, ließ staunen. Am Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel mit seinem vierjährigen Sohn machte Thorben Scharnhorst klar, wie die globale Wirtschaft derzeit funktioniert: „Wenn es zu lange dauert, eine sechs zu würfeln, um raus zu kommen, ändert er die Regeln und hüpft mit seinem Hütchen trotzdem los. Das Spiel macht dann wenig Spaß, aber es geht weiter. Und genauso ist es mit internationalen Auftraggebern. Die ändern auch ständig die Regeln und man muss entscheiden, ob man mitspielen will, oder nicht.“ Die Dymamik der Geschäfte als Chance zu begreifen, sei ebenso die Herausforderung, wie das Abwehren des Chaos. Das Zulassen von Kreativität sei der Schlüssel zum Erfolg, auch in Bezug auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Auffallend viele Junge gebe es bei der Exportverpackung GmbH. Sorgen, genug Mitarbeiter zu finden, habe man nicht. „Nur Mut und einfach mal machen“ laute das firmeninterne Jahresmotto.
Die großen Aufgaben der Stadtverwaltung skizzierte Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke in seiner anschließenden Ansprache. Nicht nur aus dem Zuzug in Neubaugebieten, sondern begründet im gesellschaftlichen Anspruch ergebe sich eine rasant steigende Nachfrage nach Betreuung von Krippen-,Kita- und Schulkindern. Schleierhaft sei ihm, wie diese bei vorherrschendem Fachkräftemangel kurzfristig entsprochen werden kann. Der pädagogische Anspruch an die Erzieher wachse parallel. „Was mal eben nebenbei erledigt werden soll“, so sein Bezug zur Sprachförderung in Kitas, sei schon erstaunlich. Seinen ausdrückliche Respekt zollte Carl Jürgen Lehrke den Mitarbeiter, aber auch den bürgerschaftlich engagierten Menschen, die für Zusammenhalt und Integration sorgten. Die Realisierung der Sporthalle an der Chausseestraße, die Erweiterung der Grundschule Höver, Kita-Baumaßnahmen – in Sehnde laufen viele Projekte, die „erst einmal zu stemmen sind“. Daher sei es sinnvoll, so der Hinweis des Bürgermeisters, weitere Neubaugebiete in zeitlicher Streckung zu realisieren. Entscheidungen zu Nachnutzungen, wie beispielsweise dem ehemaligen Avacon Gelände stünden an, ebenso Sanierungsmaßnahmen in der KGS. Kostspieliger werde es heutzutage immer, wenn nach Überprüfung der öffentlichen Gebäude die verschärften bautechnischen Vorgaben angewandt werden sollen. „Wir machen das in Ruhe und mit Bedacht“, kündigte der Bürgermeister an. Gleiches gelte für den Feuerwehrbedarfsplan und die Ausstattung der Gerätehäuser. Sehnde als Unternehmensstandort skizzierte der Bürgermeister anhand der Beispiele Klinikum Wahrendorff, Zementwerk Holcim oder „Kali+Salz“ ebenso wie das Bemühen, die Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern. Seine Hoffnungen liegen dabei auf geförderten Projekten wie „Gut Klima in Bolzum“. Beispiele für die Förderung der Dorfgemeinschaften gebe es vielfältige in Sehnde. Und: „Sehnde kann und will feiern“ sagte er mit einer Betonung, als stünde die gegenteilige Behauptung im Raum. Nachdem das vergangene Bergfest als legendäres Ereignis wirke, soll das nächste so bald wie möglich kommen.
Ehrung für Bürgerschaftliches Engagement erhielten Anja Quittschor, zehn Jahre aktiv in der AWO-Stöberkiste, Reinhard Haase, 50 Jahre aktiv für die Ortsfeuerwehr und 35 Jahre aktiv für den Musikverein sowie in der Kirchengemeinde und beim DGB. Gewürdigt wurde die ehrenamtliche Naturschutzarbeit von Karsten Poschadel, organisiert in einer BUND-Arbeitsgruppe und in Eigeninitiative.