Blütenwiese entsteht im Kinderwald

Vorbereitung der Aussaat im Bereich der Billerbachstraße (von links): Katrin Ammer, Rotary E-Club Bavaria Online, Patrick Otto, Roteract Club Hannover und Achim Buck, Rotary Club Burgdorfer Land. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Rotary Club organisiert Naturschutz-Aktion

SEHNDE (gg). Reich ist die naturbelassene Wiese. Wo der Mensch nicht stört oder zerstört, gibt es Hunderte von Pflanzenarten. Insekten, Spinnen, Würmer und Getier leben im Nahrungskreislauf. Insbesondere die Wildbienen hatten die Mitglieder des Rotary Club Lehrte-Burgdorfer Land im Blick, als sie den Plan für ihre nächste Gemeinschaftsaktion fassten: auf 5.000 Qudratmeter im sogenannten Kinderwald, eine städtische Wiese mit Solitärgehölzen an der Billerbachstraße, Ecke Zuckerfabriksweg, sollen mehrjährige Kräuter blühen und damit Nahrungsstationen für Wildbienen zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit 30 ehrenamtlichen Helfern wurde am Samstag vor Pfingsten eine besondere Saatmischung auf den vorbereiteten Boden ausgebracht. Landwirt Fabian Lehrke hatte sich vor dem Pflügen im hohen Gras vergewissert, dass weder Bodenbrüter noch Niederwild zu Schaden kommen. Die Witterung war für die Aussaat ideal. Allerdings rang der feuchte schwere Boden den Helfern Kräfte beim Harken und Säen ab. Dennoch waren alle bei bester Laune. „Es soll eine Blütenpracht werden, zur Freude der Anlieger hier“, sagt Club-Präsident Alfred Jeske. Er dankt den Unterstützern und Sponsoren der Aktion. Tatkräftig am Werk waren auch Mitglieder der Rotary-Jugend, der Rotaract Club Hannover. Das Saatgut wurde von der Firma Feldsaaten Freudenberger zur Verfügung gestellt. Die Kinder- und Jugendfeuerwehr Sehnde wird sich um die Bewässerung der frisch ausgebrachten Saat kümmern. Die Verpflegung der fleißigen Helfer vor Ort übernimmt die Fleischerei Papenburg aus Otze. Professionell angeleitet beim Ausbringen der Saat werden die Helfer von der Hofmann und Leyhe UG Garten- und Landschaftsbau. Die Stadtverwaltung vertraut auf das Gelingen der Aktion. Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke sagt: „Das gilt für jeden Sehnder. Wer in seinem Umfeld gerne die Pflege einer Grünfläche in städtischem Besitz übernehmen möchte, kann dies gerne tun. In Absprache mit der Stadtverwaltung sind sogar gestalterische Maßnahmen möglich.“ Blühflächen für Sehnde zu realisieren sei nichts Neues, eine entsprechender Beschluss des Rates sei bereits in der Umsetzung.
Die frisch eingesäte Fläche im Kinderwald sollte in den nächsten Monaten nicht betreten werden. Acht geben und die jungen Pflanzen schützen, macht Sinn. Carl Jürgen Lehrke sagt: „Man kann mit einfachen Mitteln, viel für die Natur tun.“
In nächster Zeit sollen an der Fläche noch Bienenhotels aufgestellt werden, die Mitglieder des Roteract Clubs Hannover gemeinsam mit Kindern des Kinderhauses Amthor gebaut haben.