Blühende Refugien sollen entstehen

Prächtige Frühjahrsblüher sollen im nächsten Jahr nicht nur die Bienen erfreuen. (Foto: Stadt Sehnde)

Schmetterlinge und Wildbienen erwünscht

SEHNDE (r/gg). Das monotone städtische Einheitsgrün an Straßen und in Grünflächen soll jetzt naturnäher und bunter für Mensch und Tier werden - so die Ankündigung der Stadtverwaltung. Im gesamten Stadtgebiet wurden geeignete städtischen Flächen für die Herstellung von insektenfreundlichen Blühflächen ausgewählt. Diese über hundert Einzelflächen mit insgesamt 15.000 Quadratmeter sollen in den nächsten drei Jahren mit einer Saatgutmischung für Schmetterlings- und Wildbienensäume aus einheimischen ein- und mehrjährigen Blütenpflanzen eingesät werden.
Weitere Hinweise zu der Anlage der Blühflächen sind auf der Internetseite www.sehnde.de unter dem Suchbegriff „Blühflächen“ in dem Dokument mit der Nummer 2019/0519 „Herstellung von Blühflächen auf städtischen Rasen- und Wiesenflächen“ zu finden. Dort sind dazu auch Lagepläne der einzelnen Ortsteile einsehbar.
Für jeden Menschen der Stadt Sehnde möchte die Stadtverwaltung im Herbst ein Schneeglöckchen, einen Elfenkrokus oder ein Blausternchen als Blumenzwiebeln zur Pflanzung in städtischen Grünflächen oder Straßen in jedem Ortsteil entsprechend der jeweiligen Einwohnerzahl zur Verfügung stellen, das heißt zurzeit insgesamt 24.320 Stück.
Schneeglöckchen, Elfenkrokus und Blausternchen sind für diese Aktion ausgewählt, weil sie als erste im Jahr blühen, Insekten anlocken, durch ihre Selbstaussaat nachhaltig sind, gut verwildern und Blütenteppiche bilden können.
Elisabeth Schärling, Ratsffrau und stellvertretene Ortsbürgermeisterin in Höver, begrüßt die Aktion ausdrücklich und zeigt eine Erweiterung auf. Sie sagt: "Es wäre wünschenswert, wenn die Ortsräte aus ihren eigenen Mitteln die Blumenzwiebel-Anzahl noch aufstocken würden."
Elisabeth Schärling ist sich sicher: " Das Erscheinungsbild aller Ortschaften im Frühling ließe sich so für wenig Geld, sehr positiv verändern."