Billigere Fahrkarten und Jobticket für alle

SPD will Zukunft der Mobilität gestalten

SEHNDE (r/gg). Günstigere Fahrkarten, ein Jobticket für alle und mehr Handlungsspielraum für Kommunen waren Themen bei der SPD-Veranstaltung Mobilität auf dem Gutshof Rethmar. „Besonders gefreut hat mich die Teilnahme von Vertreterinnen der Initiative zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt Rethmar. Insbesondere Kinder, die beispielsweise zur Grundschule Rethmar gehen, sind Gefahrensituationen ausgesetzt, die wir eindämmen müssen. Es ist dringend angezeigt, dass die Kommunen mehr eigenen Handlungsspielraum bei der Festlegung von Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von schwächeren Teilnehmern im Straßenverkehr bekommen müssen“, resümiert Olaf Kruse, SPD-Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat. Olaf Kruse spitzt die Forderung für Sehnde wie folgt zu: „Unser Ziel ist es, dass unsere Kinder gefahrlos ihren Schulweg beschreiten können. Dazu zählen unter anderem Geschwindigkeitsbeschränkungen, die beispielsweise zeitlich auf die Dauer der Nutzung eines Schulwegs bezogen sind.“ Die Teilnehmer seien sich einig, dass die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs gesteigert werden muss, indem der Komfort durch beispielsweise kostenfreies WLAN erhöht wird, engere Taktung sowie bessere Anbindung an das S-Bahnsystem erzielt werden und eine Vereinfachung der Preisgestaltung eintritt. Der Bürgermeisterkandidat präzisiert: „Für uns vor Ort bedeutet das beispielsweise die engere Vertaktung der Buslinien im Süden Sehndes, eine bessere Anbindung von Höver nach Anderten und den Anschluss vom Bus zur Bahn in Sehnde. Wir sollten auch die Anbindung von Klein Lobke und die Fahrzeiten von Haimar nach Hannover betrachten.“ Bezüglich der Preisgestaltung des öffentlichen Nachverkehrs führt Olaf Kruse an: „Ich halte die Preisreduzierung der Tickets bis hin zu einem kostenfreien öffentlichen Nahverkehr für wichtige Punkte, für deren Umsetzbarkeit die politischen Entscheidungsträger Konzepte entwickeln sollten.“ Er führt fort: „Ein Abbau der Hürde für die Nutzung eines Job-Tickets sollte problemlos realisierbar sein. Wir stehen für ein Job-Ticket für alle Arbeitnehmer ein.“
Die Ergebnisse der Diskussion in Sehnde werden in das Mobilitätskonzept der SPD in der Region Hannover eingearbeitet und beim Parteitag Ende April 2019 zur Abstimmung gestellt.