Bilanz nach 112 Tagen im Amt

Bürgermeister Olaf Kruse. (Foto: Henning Scheffen)

Bürgermeister Olaf Kruse erklärt Motivation

SEHNDE (r/gg). Er komme jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit, lässt Bürgermeister Olaf Kruse in seiner Mitteilung zur Hundert-Tage-Bilanz wissen. Der kleine Nebenaspekt lässt auf die Arbeitsatmosphäre im Rathaus schließen, und die scheint eine kollegiale zu sein. Olaf Kruse verleiht dem gern Ausdruck. Er lobt die Verwaltungsmitarbeiter ausdrücklich: Man hat mir den Einstieg in meinen neuen Job nicht schwer gemacht hat. Ich verfüge mit den über 300 Mitarbeitern über ein gutes Team an fachlich versierten und engagierten Menschen." Parallelen zu seiner vorigen Beschäftigung als Diplom-Verwaltungswirt im Bereich Sozialversicherungswesen sieht er durchaus: "Aufgrund meiner beruflichen Vorkenntnisse sind mir Prozesse, Organisationsentwicklungen und strategische Ziele nicht fremd – ganz im Gegenteil." Die Kernthemen für die er im Wahlkampf gestanden habe, seien in Gänze auf dem Weg. „Diese Quote motiviert mich“, sagt Olaf Kruse mit Bezug auf die vorausschauende Stadtentwicklung, die verlässlich Betreuung Kinder und Jugendlichen, die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements, Klimaschutz und Artenvielfalt, öffentlicher Personennahverkehr und die Unterstützung der Unternehmen und der Menschen. Vorarbeiten für die Projekte seien für Bürger nicht unmittelbar zu erkennen. „Meist können wir, auch aufgrund von politischen Entscheidungsprozessen und gesetzlichen Vorgaben, nicht über Meilensteine berichten, sondern erst am Schluss die Ergebnisse präsentieren“, erklärt der Bürgermeister. Der persönliche Kontakt und Gesprächsaustausch mit den Sehndern sei ihm besonders wichtig. Sein Motto „zuhören, entscheiden, umsetzen“ gelte bei seinen Aufgaben. Statt der gängigen Hundert Tage wählte er den 112tenTag seiner Amtszeit für die Arbeitsbilanz, "als bekenndendes und aktives Mitglied der Feuerwehr" passend zur Feuerwehr-Rufnummer 112. „Feuerwehrfahrzeuge, zu deren Beschaffung ich früher (als Ratsmitglied) nur meine politische Zustimmung geben konnte, darf ich nun persönlich an die Ortsfeuerwehren übergeben“, sagt Olaf Kruse. Das Bürgermeisteramt sei mehr als ein Beruf, es sei eine Bestimmung. Zum Ausblick auf das Jahr sagt der Bürgermeister: „Vor uns, Verwaltung und Rat, stehen viele Herausforderungen und auch manche schwere Entscheidung. Wie wollen wir in Zukunft mit den Straßenausbaubeiträgen umgehen, und welche Auswirkungen haben unsere Entscheidungen? Das sind Themen, die weit in die Zukunft reichen und vor dem Hintergrund der finanziellen Auswirkungen genau betrachtet werden müssen.“