Beschäftigung in der Kita

Stadtverwaltung gibt Lagebericht

SEHNDE (r/gg). Auf Weisung des Gesundheitsministeriums sind seit dem 16. März alle Kindertagesstätten und die Tagespflegestellen in Sehnde geschlossen. Für Familien, in denen mindestens ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf tätig ist, wird eine Notgruppenbetreuung angeboten. "In der Regel sind nicht täglich alle Kinder, die einen Platz bekommen haben, auch anwesend. Viele Familien nehmen nur für einzelne Wochen oder an einzelnen Tagen die Notbetreuung in Anspruch", so die Mitteilung von Katharina Strauß, die den zuständigen Fachbereich in der Stadtverwaltung leitet. Berechtigte Eltern würden ihrer Auskunft nach schon am Folgetag nach der Antragstellung im Rathaus telefonisch informiert, wo sie eine Betreuung in Anspruch nehmen können. Nicht immer sei es möglich, die Kinder in ihrer Stamm-Kita zu betreuen, da die Hälfte der Kindertagesstätten geschlossen sind.
Der Anmeldebogen ist auf den Internetseiten der Stadt Sehnde verfügbar. Aktuell findet die Notbetreuung in den Kindertagesstätten Berliner Straße und Hugo-Remmert-Straße in Ilten, Marggrafstraße, Sehnde-West, Ladeholz Breite Straße und Hort Kunterbunt in Sehnde sowie in der Kita Rethmar statt. Die Kinder sind insgesamt auf 13 Gruppen mit durchschnittlich vier Kindern verteilt. Die entspricht einer ungefähren Auslastung von 16 Prozent zur Normalbelegung.
Die Mitarbeiter in den städtischen Einrichtungen, die zu einer der benannten Risikogruppen im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus aufgrund des Alters oder einer Vorerkrankung gehören, wurden in der vergangenen Woche vom Kitabetrieb freigestellt und erledigen jetzt zum Teil von zu Hause diverse Tätigkeiten. Hiervon betroffen sind rund 35 Prozent des pädagogischen Fachpersonals sowie weitere Beschäftigte im Bereich Hauswirtschaft.
Die Stadtverwaltung teilt mit: "Alle Mitabeiter, die aktuell nicht direkt in der Kinderbetreuung tätig sind, nutzen ihre Arbeitszeit vor Ort in ihren Kindertagesstätten um das aufzuarbeiten, was im Kitaalltag häufig zu kurz kommt. Hierzu zählen zum Beispiel Tätigkeiten und Aufgaben wie:

• Anpassung und Überarbeitung der pädagogischen Konzeptionen
• Aufräumen und Aussortieren
• Portfolio-Mappen der Kinder aktualisieren und aufarbeiten
• Elterngespräche nach- und vorbereiten
• Fortbildungen nachbereiten, das Team über Inhalte von zuletzt besuchten Fortbildungen informieren und diskutieren in wie weit diese für den eigenen Kitabetrieb relevant sind
• Kleine Teamentwicklungsaufgaben oder Übungen durchführen
• Bastelarbeiten: Geburtstage, Verabschiedungen
• Umgestaltung der Gruppenräume
• Formblätter auf Aktualität prüfen und gegebenenfalls überarbeiten.