Baustopp für den Stichkanalausbau Bolzum-Hildesheim?

Will Klarheit über den Stichkanalausbau zwischen Bolzum und Hildesheim: Die Dehnder Landtagdsabgeordnete und Bolzumer Ortsbürgermeisterin Dr. Silke Lesemann. (Foto: SPD LTFS)

Dr. Silke Lesemann will durch Anfrage an Regierung Klarheit

SEHNDE/BOLZUM (r/kl). Berichte in den Medien nimmt die Landtagsabgeordnete und Bolzumer Ortsbürgermeisterin Dr. Silke Lesemann zum Anlass für eine Kleine Anfrage an die niedersächsische Landesregierung. Lesemann will wissen, wie es um die Planungen zum Ausbau des Stichkanals von der Schleuse Bolzum zum Hafen Hildesheim bestellt ist.
Nach der Neustrukturierung der verkehrswirtschaftlichen Bedeutung von Binnen- und Seewasserstraßen durch das Bundesverkehrsministerium gilt auch der von der Schleuse Bolzum nach Hildesheim führende Stichkanal als „Randnetz“. Hierdurch stünde der geplante Ausbau des Stichkanals in Frage, heißt es in Berichten.
In den Jahren 2007 bis voraussichtlich 2011 sollen insgesamt etwa 60 Millionen Euro in den Ausbau der im Jahre 1926 erbauten Schleuse Bolzum investiert werden, um sie für die Passage von modernen Großgütermotorschiffen unter anderen zum Hafen Hildesheim nutzbar zu machen.
„Ich möchte von der Landesregierung wissen, welchen Kenntnisstand sie zur Fortführung bzw. zur Einstellung des Stichkanalausbaues hat. Außerdem interessiert mich, auf welcher Basis welcher Daten die Wirtschaftlichkeitsberechnungen für den Ausbau der Schleuse erfolgte und vor allem wie die Validität der dem Ausbau zugrundliegenden Aussagen geprüft wurde.“ Ebenso interessiert die Bolzumer Ortsbürgermeisterin eine Frage, auf die viele Menschen in Bolzum eine Antwort kennen würden: „Was passiert mit den Brücken im Falle, dass der Stichkanal nicht ausgebaut werden sollte: Bleiben sie erhalten?“ Mit einer Antwort durch die Landesregierung rechnet die SPD-Abgeordnete Ende Juni.