Authentizität steht an erster Stelle

Bürgermeister und Ortsvorsteher (von links): Heike Koehler aus Ahlten, Hansgeorg Böttcher aus Harber, Matthias Jäntsch aus Rethmar, Konrad Haarstrich für die Dolgen, Evern, Haimar, Klaus Sidortschuk aus Lehrte, Klaus Dickneite aus Anderten, Helmut Süß für Sehnde, Gretenberg und Klein Lobke, Gisela Neuse aus Ilten, der Deputierte des Großen Freien Hinrich Stulle aus Dolgen, Christoph Schemschat aus Höver und Bernd Ostermeyer aus Bilm sowie Museumsleiter Erhard Niemann. (Foto: Susanna Veenhuis)
 
In Joachim Maack aus Evern verfügt das Filmteam über einen erfahrenen, ambitionierten Hobbyfilmer, der schon mehrere Image-Videos gedreht hat; die Moderation um die Filmsequenzen sollen dank Lina Pfau und Nils Wilke-Rampenthal „knackig-sportlich“ werden. (Foto: Susanna Veenhuis)

Elf Bürgermeister stellen ihre Orte vor, Regional-Museum plant Film über „Das Große Freie“

RETHMAR (sv). Ehrgeizige Ziele hat sich das Team vom Regional-Museum Sehnde unter Vorsitz von Erhard Niemann gesetzt: Anfang November will es der Öffentlichkeit einen neuen Film über alle 14 Ortschaften des „Großen Freien“ präsentieren. Die Dreharbeiten dazu sollen planmäßig an zwei Sommer-Wochenenden stattfinden.
Der Start zu dem Projekt gestaltete sich schon einmal erfolgreich: Alle zehn Bürgermeister der entsprechenden Orte aus der historischen Gemeinschaft waren Niemanns Einladung in den Marggrafensaal auf dem Gutshof Rethmar gefolgt, um die Modalitäten für den jeweiligen Dreh vor Ort abzusprechen. „Ich hebe ja bald ab, das hatte ich nicht erwartet – alle elf Bürgermeister sind da“, freute sich der Museumsleiter gehörig über die Gegenwart von Heike Koehler aus Ahlten, Hansgeorg Böttcher aus Harber, Konrad Haarstrich für die drei Orte Dolgen, Evern, Haimar, Matthias Jäntsch aus Rethmar, Klaus Sidortschuk aus Lehrte, Klaus Dickneite aus Anderten, Gisela Neuse aus Ilten, Helmut Süß für die Orte Sehnde, Gretenberg und Klein Lobke, Christoph Schemschat aus Höver und Bernd Ostermeyer aus Bilm sowie der Deputierte des Großen Freien, Hinrich Stulle aus Dolgen. Auch der designierte Bürgermeister der Stadt Sehnde, Olaf Kruse, ließ sich dieses Treffen nicht entgehen.
Gemeinsam mit dem passionierten Hobbyfilmer Joachim Maack aus Evern sowie Lina Pfau und Nils Wilke-Rampenthal als jungem Moderatoren-Team soll ein 30-Minuten-Film auf unterhaltsame Weise über die aktuell prägnanten Momente in den verschiedenen Ortschaften produziert werden. Die Brauerei in Rethmar und die Barockkirche in Ilten mit der historischen Vater-Orgel nannte Maack unverbindlich als Beispiele für ortsbildprägende Institutionen.
Die Hauptsache sei, dass die Darstellungen authentisch und überzeugend seien. Um die späteren Zuschauer nicht zu langweilen, sollen die einzelnen Berichte auf sportliche zwei Minuten beschränkt werden. „Nennen Sie besonders schöne oder wichtige Dinge in Ihrem Dorf – Humor ist immer gut“, riet Maack den elf Ortsvorstehern. Eine weitere Idee brachte die Runde zum Lachen: „Das Kothaus Bilm – ich weiß nicht, ob es das ist, wonach es sich anhört?“
2013 hat das Regional-Museum in Sehnde den letzten Film angefertigt. Nach sechs Jahren soll es nun einen aktuellen Streifen geben – bewusst mit einem jungen Moderatoren-Team. „Wir müssen die alten Strukturen ändern und junge Leute ansprechen und möglichst für den Verein gewinnen“, sprach Niemann ein Problem an, das zur Zeit viele derartige Vereine betrifft. Die Kosten dafür trägt der Verein, Leihgaben für die Ausrüstung sollen das Budget möglichst klein halten.
„30 Sekunden soll die Anmoderation dauern, dann berichten die Bürgermeister, und nach einem kurzen Take auf den oder die Person zeigt der Film, worum es gerade geht“, beschrieb Nils Wilke-Rampenthal das Procedere. Der Plan des Dreh-Teams sieht vor, an einem Tag in jeweils fünf Orten die Dreharbeiten vorzunehmen. Eineinhalb Stunden sind pro Ortschaft kalkuliert, inklusive 20 Minuten Aufbau des Kamera-Equipments. Wilke-Rampenthal: „Das soll knackig-sportlich werden!“