Austauschschüler aus Kanada zu Besuch an der KGS Sehnde

Zum elften Mal findet in diesem Jahr der Schüleraustausch mit Schülern der Schule Polyvalante in St. Marie statt. 22 SchülerInnen und Lehrkräfte sind nach Sehnde gekommen und erlebten eine freundliche Begrüßung bei Sonnenscheinwetter. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)

Zehntklässler aus Kanada zu Besuch in Sehnde

SEHNDE. In diesem Monat sind 20 kanadische SchülerInnen und zwei Lehrkräfte aus St. Marie in der Nähe der Hauptstadt Quebec für 14 Tage lang zu Gast in Sehnde. Nach mehr als 21 Stunden Flugzeit wurden sie am Langenhagener Airport herzlich von ihren Sehnder Gastfamilien in Empfang genommen.
Der Schüleraustausch, nunmehr bereits im elften Jahr eine Tradition an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde, beginnt stets im März mit einem Besuch der Kanadier und einem anschließenden Gegenbesuch der deutschen KGS-SchülerInnen in Kanada. In St. Marie nehmen sie an der École Polyvalante am Unterricht teil – 6.000 Kilometer von ihrem Heimatland entfernt.
Bei der offiziellen Begrüßung zum Gegenbesuch der KanadierInnen berichtete Schulleiterin Helga Akkermann im KGS-Schülercafé auch von ihren eigenen Eindrücken in Kanada. Zweimal hat sie bereits einen Schüleraustausch dorthin begleitet, und weil ihr diese Aufenthalte so gut gefallen haben, ist sie anschließend noch vier weitere Male nach Quebec in den Urlaub geflogen.
Christine Klein ist Lehrerin für Französisch und Englisch an der KGS Sehnde und hat den Austausch im Jahr 2001 initiiert. Sie ist in St. Marie bei Quebec, im französischen Teil Kanadas, aufgewachsen und als Jugendliche auf die École Polyvalante in Sainte Marie gegangen.
Noch vor Beendigung ihrer Schulzeit lernte sie im Alter von 17 Jahren bei einer Europareise ihren zukünftigen Mann kennen. „Als ich wieder zurück musste, haben wir uns viele Briefe geschrieben, damals gab es noch keine Möglichkeit, sich per ,Skype' zu sehen und zu hören, oder zu mailen, aber wir haben die Trennung drei Jahre lang ausgehalten und uns nur zu Weihnachten gesehen.
Dann fragte er mich, ob ich zu ihm nach Sehnde ziehen möchte. Inzwischen bin ich seit 36 Jahren hier. Wir haben geheiratet und drei Kinder bekommen. Ich finde es wunderbar, dass die SchülerInnen so viele tolle Freundschaften schließen und natürlich sind auch kleine ,Liebeleien' dabei.
Wenn die Zeit der Trennung naht, ist das dann immer ein Abschied mit einem ,lachenden und einem weinenden Auge'", berichtet Christine Klein mit ihrem charmant französischem Akzent.
Damit die Reisen finanzierbar werden, rührt die Lehrerin, dabei unterstützt von SchülerInnen, Eltern und weiteren Lehrkräften, bei KGS-Veranstaltungen fleißig die Werbetrommel für das Projekt „mit Nachhaltigkeit“. Inzwischen haben vier SchülerInnen nach ihrem Schulabschluss sogar für drei oder vier Monate in Kanada gearbeitet. Und auch für die SchülerInnen der École Polyvalante in St. Marie ist Mexiko nicht mehr länger das beliebteste Reiseziel. Immer mehr junge Menschen können sich inzwischen auch für die deutsche Kultur und Landschaft erwärmen.
Die KanadierInnen nannten die Gastfreundschaft, die ihnen in den Familien entgegen gebracht wird, als einen wesentlichen Grund dafür, gerne nach Deutschland zu kommen.
In den vergangen Tagen haben die jungen KanadierInnen beliebte Ausflugsziele in und um Hannover erkundet. Hierzu zählen Fahrten in den Zoologischen Garten, die Herrenhäuser Gärten, die Altstadt von Hannover und zur Marienburg. Noch einige weitere Städte im Umland sollen noch erkundet werden.
Zum elften Mal findet in diesem Jahr der Schüleraustausch mit Schülern der Schule École Polyvalante in St. Marie statt. 22 SchülerInnen und Lehrkräfte sind nach Sehnde gekommen und erlebten eine freundliche Begrüßung bei Sonnenscheinwetter.