Ausbildung in der Feuerwehr

Gratulation zum Führerschein sprach Stadtbrandmeister Jochen Köpfer und Ausbilder Jens Regus den Lehrgangsteilnehmern aus. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)

Sieben zusätzliche Fahrer für Einsatzfahrzeuge

SEHNDE (r/gg). Sieben Kameraden aus verschiedenen Ortsfeuerwehren der Stadt Sehnde haben ihren Führerschein zum Fahren der Einsatzfahrzeuge erworben.
Ralph Spannknebel, Ausbildungsleiter der Stadtfeuerwehr Sehnde, bereitete die Feuerwehrmänner Moritz Hauck, Kjell Schmahlstieg, Niko Morrris Hipperling, Hans-Heinrich Meyer, Fabian Lehrke, Pascal Szyma und Christoph Tore Möller mit seinem Ausbildungsteam auf die Prüfung vor. Bereits im Theorieteil wurde nach Angaben der Feuerwehr den Teilnehmern klar, dass das Fahren der Großfahrzeuge nicht gerade einfach ist: Das Fahrzeug ist höher, breiter und schwerer als ein normales Auto. Im Praxisteil wurde den Einsatzkräften das richtige Fahren des Fahrzeuges beigebracht. Dabei wurde auf die Masse der Fahrzeuge, auf die Ladungssicherung und Transport von Gefährlichen Gütern durch die Feuerwehr im Straßenverkehr sowie auf das Bremsverhalten des Fahrzeuges eingegangen. Eine Aufgabe war es, das Fahrzeug vorwärts einige Meter am Bordstein entlangzufahren. Die schwere Aufgabe lag, dass Fahrzeug rückwärts ebenfalls genau am Bordstein zurückzufahren und Rückwärts ein zu parken. Die Nachwuchsfahrer schafften es, diese Aufgabe schnell zu lösen. Anders war es, als sie mit der Maße des Fahrzeuges umgehen mussten. Mit Hilfe von Verkehrsleitkegeln wurden Fahrbahnverengung, Parklücken sowie mehrere Parcours auf dem Gelände der Holcim AG in Höver aufgebaut. Das Gelände, wurde für die Fahrausbildung zu Verfügung gestellt. Die Fahrer mussten lernen, nur mit Hilfe des Einweisers zu fahren und sich auf den Anweisungen zu konzentrieren. Nach ausreichendem Üben konnte auch diese Station von allen Teilnehmern erfolgreich absolviert werden.
Am Tag der Prüfung mussten die Teilnehmer eine Fahrprüfung von 45 Minuten durch die Straßen absolvieren. Dabei zeigte sich die Ausbilder Detlef Eigner, Erwin Rynas, Jens Regus und Heinrich Söchtig, sehr zufrieden mit den Prüflingen. Am Ende der Prüfung haben alle Teilnehmer bestanden. Nun sind alle sieben Feuerwehrmänner berechtigt, die Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren zu dürfen. 
Zum Hintergrund: Für viele Feuerwehren brachte die Umstellung der Führerscheinklassen im Jahr 1999 ein Problem mit: Die Nachwuchsfahrer, die nach der Umstellung ihren Führerschein machten, durften die Einsatzfahrzeuge aufgrund der Gewichtsbeschränkung nicht mehr fahren. Mit der Ausbildung des "Feuerwehrführerscheins", haben die Einsatzkräfte die Möglichkeit, die Voraussetzung zum Fahren der Feuerwehrfahrzeuge zu erwerben. - so der Bericht von Feuerwehrsprecher Tim Herrmann.