Auch kuriose Einsätze absolviert

Beförderungen in der Iltener Feuerwehr (von links): stellvertretender Ortsbrandmeister Daniel Gründer, Adrian Laas, Holger Weise, Timo Schünemann, Dennis Belling, Ortsbrandmeister Andreas Neuse. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)
 
Geehrte (von links): Daniel Gründer, Klaus Umlauf, Friedrich Wilhelm Saffe, Michael Schrader, Hans Heinrich Weber, Hagen Spilker, Ortsbrandmeister Andreas Neuse, Philipp Ortgiehs, Gerhard Maaß, Jürgen Ehlers und Wilhelm Tubbe. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)

Iltener Ortsbrandmeister Andrreas Neuse zieht Bilanz

ILTEN (r/gg). Zur Versammlung der Ortsfeuerwehr begrüßte Ortsbrandmeister Andreas Neuse neben den Mitgliedern der Ortsfeuerwehr auch Gäste aus dem Rat der Stadt Sehnde, der benachbarten Feuerwehren sowie Mitglieder der Partner-Feuerwehr aus Hamburg-Langenhorn.
Rückblickend auf das Jahr berichtete der Ortsbrandmeister von 74 Einsätzen,
welche von den 60 Mitgliedern der Einsatzabteilung abgearbeitet wurden. Hierbei
waren 54 Alarmierungen im eigenen Ausrückebereich und 20 im gesamten
Stadtgebiet wobei es auch Einsätze über die Stadtgrenze hinaus gab. Diese große
Anzahl ist auf eine große Anzahl von Unwettereinsätzen zurückzuführen wie Neuse
berichtete.
Neun Wespennestern, eine ungewöhnlich hohe Zahl, wurden im vergangen Jahr beseitigt. Hierbei wieß der Ortsbrandmeister darauf hin, dass die Feuerwehr nicht für jedes Wespennest, 26 Stück wurden per Anruf gemeldet, zuständig sei. Es muss schon ein Grund wie gefährdete Kinder, versperrte Hauseingänge oder eine Allergie gegen die Wespenstiche vorliegen, damit die Feuerwehr tätig werden kann. Desweiteren reichte das Einsatzspektrum von einem Papierkorbbrand über einen Müllwagen und einen Busbrand bis hin zu einem brennenden Tanklastzug auf der A2. Man wurde zu einer Pferderrettung gerufen welches sich mit dem Huf eingeklemmt hatte und zu zwei Wohnungsöffnungen gerufen wobei ein Kleinkind alleine in der Wohnung eingesperrt war und in einer ein toter Mann vorgefunden wurde.
Fünf Einsätze führte die Feuerwehr in die JVA Sehnde wobei es sich um Brände in
Hafträumen dem Keller oder Flächenbrände handelte.
Erfreut zeigte sich Andreas Neuse darüber das mit Fabian Greulich, Sebastian Blank und Tobias Kater drei neue Mitglieder den Weg in die Feuerwehr gefunden haben, dis teilweise schon in der Feuerwehr und THW tätig waren und somit schon
Vorkenntnisse haben.
Die Kinderfeuerwehr hat derzeit 26 Mitglieder wovon 18 Jungen und acht Mädchen
sind. In seinem Bericht konnte Kinderfeuerwehrwart Holger Weise 13 Neuaufnahmen verzeichnen. Leider haben aber auch 15 diese wieder verlassen, was Weise auch auf die Belastung in der Schule und andere Hobbys zurückführt. Zwei Kinder konnten an die Jugendfeuerwehr übergeben werden.
Beim Dienstgeschehen berichtet Holger Weise über die unterschiedlichsten Dienste wie Erste Hilfe, Gerätekunde und Schläuche rollen. Desweiteren hat man das Klinikum Warendorff besichtet um zu sehen wie das Leben für die Bewohner dort so gestaltet. An Veranstaltungen wie die Winterolympiade wo man den 7. Und achten Platz und bei der Sommerolympiade wo der 2. Platz belegt werden konnte, hat man auch teilgenommen.
In seinen Schlussworten blickte Holger Weise auf seine fast achtjährige Tätigkeit seit der Gründung 2012, an der er maßgeblich beteiligt war, zurück und berichtete mit Stolz, dass es einen steten Übergang von der Kinder- zur Jugendfeuerwehr gebe. Für die Jugendfeuerwehr berichtete Taylor Hoare über die Aktionen der zwölf Jungen und 13 Mädchen die aktuell ihren Dienst verrichten. Es wurden insgesamt 60 Dienste durchgeführt, bei welchen Inhalte wie Gefahren an der Einsatzstelle, Atemschutz und Atemgifte, Fahrzeug und Gerätekunde auf dem Plan standen.
Ein Highlight war der Wochenendbesuch bei der Partnerjugendfeuerwehr in
Hamburg-Langenhorn. Dort wurde eine Rundfahrt mit einem Feuerlöschboot und an der Nachtwanderung der Jugendfeuerwehr Hamburg mit 80 Gruppen teilgenommen. Wie schon in den Vergangen Jahren war wieder eine Gruppe von zwölf Mädchen aus Weißrussland, die ihre Ferien in Deutschland verbrachten, zu Besuch, mit denen man im Rahmen eines Jugendfeuerwehrdienstes Spiele gemacht und anschließend gegrillt hat.
Viel Zeit wurde auch wieder in die Vorbereitung auf die Prüfung Jugendflammen investiert, so das Stella Sophie Gebauer, Benjamin Pilak, Paco Wegerich, Ann Kathrin Schmidt, Malte Albrecht, Leif Böker, Christophe Tubbe und Jacquelline Hartmann diese im Sommer mit Erfolg abschließen konnten.
Die Ausbildung Jugendflamme Stufe 2 wurde von Annika Otten, Mona Mahnke, Bela
Mahnke, Lenya Böker, Leif Böker, Niklas Kellmann, Bjarne Lucks, Malte Albrecht,
Stella-Sophie Gebauer, Benjamin Pilak, Paco Wegerich, Ann-Katrin Schmidt und
Jacqueline Hartmann erfolgreich im September absolviert.
Karsten Ude berichtete über die Entstehung der Jugendfeuerwehr, welche dieses
Jahr 50-jähriges Jubiläum feiert. Von den Gründungsmitgliedern waren Michael
Schrader, Friedrich-Wilhelm Saffe, Hans-Heinrich Weber, Wilhelm Tubbe und Jürgen
Ehlers in der Versammlung anwesend. Anlässlich des Jubiläums findet am
1. Juni eine Fußgängerralley und ein Tag der offenen Tür statt.
Adrian Laas wurde zum Feuerwehrmann, Holger Weise zum ersten Hauptfeuerwehrmann, Dennis Bellin zum Löschmeister und Timo Schünemann zum Oberlöschmeister befördert.
Mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen für Verdienste im Feuerlöschwesen für
25 Jahre wurden Philipp Ortgiehs und Hagen Spilker, für 40 Jahre Klaus Umlauf und für
50 Jahre Friedrich-Wilhelm Saffe und Hans Heinrich Weber geehrt.
Für 50 Jährige Mitgliedschaft im Landesfeuerwehrverband Niedersachsen wurden Jürgen Ehlers, Michael Schrader, Gerhard Maaß Wilhelm Tubbe geehrt - so der Bericht von Feuerwehrsprecher Chris Rühmkorf.