Anke Wegner gewinnt die vom Wahren Dorff gestiftete Amtsscheibe Ilten

Volker Harmgart (links) überreichte die Amtsscheiben an die Siegerin Anke Wegner und die Platzierten Phillip Seidel (2.v.l.) und Horst Walter (re.). (Foto: SV Ilten)

Beim Schützenfest in Ilten sind auch die Bewohner/innen des Klinikums integriert

ILTEN (r/kl). Seitdem das Iltener Schützenfest im Jahre 1953 erstmals wieder gefeiert werden konnte, sind die Bewohnerinnen und Bewohner des Klinikums mit dabei. Iltens damaliger Schützensenator Ferdinand Wahrendorff – seinerzeit Leiter des Klinikums – sagte dem Schützenverein zu, ein mögliches Defizit, das beim ersten Schützenfest nach dem 2. Weltkrieg eventuell entstehen konnte, auszugleichen, wenn die Patienten mitfeiern dürften.
Unvergessen bei den Iltener Einwohnern ist seitdem der Schützenfest-Montag, an dem die Patienten des Klinikums gemeinsam mit den Iltenern feierten. Seit den 70er Jahren ermitteln die „Wahrendörffer“ ihren eigenen Schützenkönig.
Inzwischen sind die Sportlerinnen und Sportler des Klinikums im Schützenverein in einer Behinderten-Sportabteilung organisiert. Und ein Schützenkönig wird immer noch ausgeschossen. Drei Schuss mit dem Luftgewehr sind gefordert. Bernhard Wienken und Angela Kemnitzer trafen jeweils 27 Ringe und belegten die Plätze drei
und zwei. Sieger wurde Wolfgang Anzmann mit optimalen 30 von 30 möglichen Ringen.
Dem Schützenverein haben sowohl die Familie Wahrendorff als auch die aktuelle Geschäftsleitung des Klinikums jeweils einen Preis gestiftet. Dr. Jan Cornelsen übergab den „Dr. Rudolf Wahrendorff Gedächtnispreis" an Stefan Thiemann. Er hatte mit dem Kleinkalibergewehr 99 von 100 möglichen Ringen getroffen und damit den Sieg vor Jörg Saffe und Detlef Holzkamp eingefahren.
Die Amtsscheibe des Klinikums überreichte beim Festessen des Schützenfestes erstmals Volker Harmgart im Namen der Geschäftsleitung. Er konnte gleich vier Schütz/innen zum optimalen Schießergebnis von 50 Ringen gratulieren. In der nunmehr erforderlichen Teilerwertung setzte sich Anke Wegner mit einem sagenhaften Teilerwert von 3,6 gegen Phillip Seidel, Horst Walter und Jörg Saffe durch. Harmgart erntete spontanen Applaus nicht nur für sein gelungenes Debut bei den Ehrungen, sondern auch für seine Einladung an die Festgesellschaft auf ein kühles Getränk - eine Einladung, zu welcher in diesem heißen Sommer niemand, schon gar nicht nach ihren Ausmärschen aber die Schütz/innen Nein sagen . . .