Am Sonntag feierlicher Abschied vom kirchlichen Bonhoefferhaus Sehnde

Vor der Entwidmung des bisherigen Gemeindehauses erläuterten (v.l.) der stellvertretende Kirchenkreis-Superintendent Johann Christophers, Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann, die Gemeindeseelsorger Uwe Büttner und Damaris Frehrking mit den Kirchenvorstandsvorstzenden Heidrun Golenia und Holger Söchtig die Gründe dafür. (Foto: Walter Klinger)

Entwidmungsfeier, Prozession und Gemeindefest mit Landessuperintendentin

SEHNDE (r/kl). Schmerzlich für viele in der nach dem Krieg erstandenen Sehnder (Kaibergbau-)Neustadt, ein Übergang aller bislang hier beheimateten Gemeindegruppen aber in heute für das Gemeindeleben geeignetere Räume: In einem feierlichen Gottesdienst wird am Sonntag, 20. Mai, ab 10.00 Uhr Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann in Predigt und Gebet den Abschied vom kirchlichen Bonhoefferhaus, Am Papenholz, anleiten. Bei dieser Entwidmung werden alle sakralen Geräte aus dem fast 50 Jahre alten Gemeindehaus getragen und in einer Prozession in die Kreuzkirche gebracht.
Erst dort, am jetzt zentralen Ort der evangelischen Gemeindearbeit in der Sehnder Kernstadt, wird der Gottesdienst mit der Feier des Abendmahles abgeschlossen. Für den Gottesdienstteil im Bonhoefferhaus wird parallel in den Krippenräumen ein Kindergottesdienst angeboten.
Ab etwa 13.00 Uhr wird trotz des traurigen Anlasses rund um das Gemeindehaus Mittelstraße ein Gemeindefest gefeiert. "Wir wollen ausdrücken, dass dem Abschied auch ein neuer Anfang innewohnen kann und auch für den Rest des Tages Möglichkeit zum Beisammensein geben. Trauer und Fröhlichkeit können beieinander sein und ihren Raum haben," so die Gemeindeseelsorger Damaris Frehrking und Uwe Büttner.
Zum Mittag wird eine Suppe angeboten und Grußworte werden zu hören sein. Ab 14.00 Uhr werden Kaffee und Kuchen angeboten. Ab etwa 15.00 Uhr singt der Kinderchor, weitere musikalische Beiträge sind geplant.
Für Kinder bietet der Jugendmitarbeiterkreis Spiel- und Bastelmöglichkeiten, auch unser lebendiger Kicker soll zum Einsatz kommen. Das Fest endet gegen 17.00.
Den Hintergrund für die Entscheidung zur Aufgabe des Bonhoefferhauses, welche die Kirchenvorstandsvorsitzende Heidrun Golenia und ihr Stellvertreter Holger Söchtig als "den schwersten" der Gemeindeleitung bezeichnen, skizzierte die Landessuperintendentin am Dienstag im Bonhoefferhaus noch einmal vor der Presse:
Seit dem so genannten Perspektivpapier der Landeskirche aus dem Jahr 2005, einer Gesamtplanung kirchlicher Inhalte und Finanzen auf das Jahr 2030 hin, sei die Landeskirche und sind die Kirchenkreise und Kirchengemeinden in einem Umbau begriffen. Demographische und kulturelle Entwicklung mit einhergehenden finanziellen Veranderungen machen neue inhaltliche und strukturelle Konzepte notwendig.
Beides sei im Kirchenkreis Burgdorf durch den ebenfalls bereits 2005 in Gang gesetzten Prozess der Organisationsentwicklung im Blick und wird in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern umgesetzt.
In den Zusammenhang dieses Umbaus gehöre auch die Frage des so genannten Gebäudemanagements: Ist die Kubatur (Volumen des umbauten Raumes) einer Kirchengemeinde im Hinblick auf ihre Große und ihren energetischen Zustand zukunftsfähig?
"Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Sehnde hat sich in einem langen, verantwortungsvollen und schmerzlichen Prozess entschieden, das fast 50 Jahre alte Bonhoefferhaus aufzugeben und die kirchliche Arbeit um die Kirche ,Zum heiligen Kreuz' herum zu konzentrieren. Schmerzlich deshalb, weil das Bonhoefferhaus ein Wahrzeichen der in den sechzigerJahren des letzten Jahrhunderts entstandenen Neustadt ist: eine Begegnungsstätte nah an den Menschen, die hier ihre Hauser bauten und Wohnungen bezogen.
Spielschule, Kaminabende, Seniorenkreis, Familien- und Schulgottesdienste fanden hier start, Trauungen, Taufen und Konfirmationen wurden gefeiert - die Neustadt hatte hier ein Zentrum und viele Menschen haben hier ihre kirchliche Heimat.
Heute haben sich die Verhältnisse geändert, die Bevölkerung ist älter geworden, es leben nicht mehr so viele Menschen in der Gemeinde. Das Haus ist zu groß und zu teuer geworden.
Die Gemeinde kann sich zwei Standorte nicht mehr leisten; sie wird daher in Zukunft - durch Ausbau ihres Gemeindehauses in der Mittelstraße - alles an einem Ort konzentrieren.
Daher werde ich am 20. Mai das Bonhoefferhaus entwidmen. Entwidmung ist das Gegenstück zur Kirchweihe und ein bischöflicher Akt. Damit wird deutlich: Kirche ist mehr als ein Gebäude. Sie ist ein gottesdienstlicher Ort, an dem Gott gelobt und zu ihm gebetet wird, an dem Menschen in seinem Namen zusammenkommen und vielfältig Gemeinschaft haben.
Entwidmung ist so etwas wie ein Übergangsritus: Wir feiern Gottesdienst, blicken zurück, lassen noch einmal zum Leuchten kommen, was war und sagen Dank, geben unserer Trauer Ausdruck und verabschieden uns. Und dann tragen wir in einer Prozession mit der Bitte um Gottes Geleit hinaus, was dies Haus zur Kirche gemacht hat. Symbolisch zeigen wir: Wir sind Kirche auf dem Weg. Wir bringen die gottesdienstlichen Gegenstände in die Kirche ,Zum Heiligen Kreuz‘: dort werden sie weiter Verwendung finden. Und wir beenden den Gottesdienst mit einer gemeinsamen Abendmahlsfeier. Sie zeigt: Wir sind eine Gemeinde, auch am
neuen Ort,", so die Landessuperintendentin.
Bereits am Mittwoch war bei einem "Tag der offenen Tür" ein Vorabschied vom Bonhoefferhaus erfolgt. Nunmehr im Eigentum der Stadt, ziehen hier Gruppen der Jugendarbeit und der Koperativen Gesamtschule ein. Verbindendes Glied zur Kirche bleibt aber die weiter am Papenholz beheimatete Kinderkrippe "Bonhoeffer-Arche". Die Gemeindeseelsorger und der Kirchenvorstand haben der Stadt angeboten, auch der Glocke am Bonhoefferhaus einen Standort auf Sehnder Gebiet zu geben - etwa auf dem Friedhof. Die Kosten der Umsetzung will die Kirchengemeinde tragen.
Eines aber ist nach den Worten der Gemeindeseelsorger Uwe Büttner und Damaris Frehrking sicher: "14 Gemeinderäume bisher waren eine Überversorgung. Wir haben festgestellt, dass nach dem Umbau in der Mittelstraße in den dort fünf Gemeinderäumen alle Gemeindegruppen ihren festen Platz finden."
BILDUNTERSCHRIFT:
Am Sonntag werden bei einer feierlichen Prozession alle sakralen Gegenstände aus dem Bonhoefferhaus am Papenholz in die Kreuzkirche in der Mittelstraße getragen. Vor der gleichzeitig erfolgenden Entwidmung des bisherigen Gemeindehauses erläuterten (v.l.) der stellvertretende Kirchenkreis-Superintendent Johann Christophers, Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann, die Gemeindeseelsorger Uwe Büttner und Damaris Frehrking mit den Kirchenvorstandsvorstzenden Heidrun Golenia und Holger Söchtig noch einmal die Gründe für die Aufgabe des bisherigen Gemeindehauses. Foto: Walter Klinger



Tel.: 0176/61184259, heinze@denkpool.deAbschied vom Bonhoefferhaus

Das Bonhoefferhaus, Gemeindezentrum mit Kirchraum in der Neuen Siedlung in Sehnde, wurde seit fast 50 Jahren als zweiter Standort der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sehnde intensiv genutzt. Kinder- und Jugendarbeit, Gruppen und Kreise, sowie Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Konfirmationen haben das kirchliche Leben an diesem Ort geprägt. Die Kirchengemeinde verkauft dieses Haus nun an die Stadt Sehnde und wird sich auf den Standort in der Mittelstraße konzentrieren. Wenn eine Kirche aus ihrem gottesdienstlichen Gebrauch genommen wird, wird sie offiziell durch die zuständige leitende Geistliche der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers entwidmet. Dieser feierliche Gottesdienst der Entwidmung findet am 20. Mai, 10.00 Uhr, mit Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann statt.

In dem Pressegespräch möchten wir Ihnen Informationen zur Bedeutung des Bonhoefferhauses, zum aktuellen Stand der zukünftigen Planung der Kirchengemeinde und zur Entwidmung geben. Im Anschluss können Absprachen zum Fotografieren und Filmen während des Gottesdienstes getroffen werden.

Für das Gespräch stehen Ihnen zur Verfügung:
- Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann
Ev.-luth. Sprengel Hannover
- Stellvertretender Superintendent Johann Christophers
Ev.-luth. Kirchenkreis Burgdorf
- Holger Söchtig, Kirchenvorsteher
Ev.-luth. Kirchengemeinde Sehnde
- Pastorin Damaris Frehrking
Ev.-luth. Kirchengemeinde Sehnde

Am Mittwoch den 16. Mai lädt die evangelische Kirchengemeinde Sehnde zu einem Tag der offenen Tür ins Bonhoefferhaus ein. Ab 15.00 besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Keksen ins Gespräch zu kommen und die Räume des Bonhoefferhauses mit der Krippe „Bonhoefferarche“ anzusehen. Mitglieder der Gemeinde stehen gern Rede und Antwort zu offenen Fragen. Ab ca 15.45 beginnt ein geschlossenes Programm, in dem auf die Zeit im Bonhoefferhaus würdigend zurückgeschaut werden soll. Eine Theatergruppe und Musiker der KGS werden bis ca 17.00 Programm anbieten. Im Anschluss ist auch weiterhin bis 18.00 Gelegenheit zum offenen Austausch und Besehen der Räume. Herzlich willkommen.

Der Akt zur Entwidmung erfolgt am Sonntag den 20. Mai ab 10.00. In einem feierlichen Gottesdienst wird Landessuperintendentin Dr. Spieckermann in Predigt und Gebet den Abschied anleiten. Alle sakralen Geräte werden aus dem Haus getragen und in einer Prozession in die Kreuzkirche gebracht werden. Dort wird der Gottesdienst mit der Feier des Abendmahles abgeschlossen. Für den Gottesdienstteil im Bonhoefferhaus wird parallel in den Krippenräumen ein Kindergottesdienst angeboten.
Ab ca 13.00 ist trotz des traurigen Anlasses in der Mittelstraße Gemeindefest. Wir wollen ausdrücken, dass dem Abschied auch ein neuer Anfang innewohnen kann und auch für den Rest des Tages Möglichkeit zum Beisammensein geben. Trauer und Fröhlichkeit können beieinander sein und ihren Raum haben. Zum Mittag wird eine Suppe angeboten und Grußworte werden zu hören sein. Ab 14.00 werden Kaffee und Kuchen angeboten. Ab ca 15.00 singt der Kinderchor, weitere musikalische Beiträge sind geplant. Für Kinder bietet der Jugendmitarbeiterkreis Spiel- und Bastelmöglichkeiten, auch unser lebendiger Kicker soll zum Einsatz kommen. Das Fest endet gegen 17.00.

Das Bonhoefferhaus, Gemeindezentrum mit Kirchraum in der Neuen Siedlung in Sehnde, wurde seit fast 50 Jahren als zweiter Standort der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sehnde intensiv genutzt. Kinder- und Jugendarbeit, Gruppen und Kreise, sowie Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Konfirmationen haben das kirchliche Leben an diesem Ort geprägt. Die Kirchengemeinde verkauft dieses Haus nun an die Stadt Sehnde und wird sich auf den Standort in der Mittelstraße konzentrieren. Wenn eine Kirche aus ihrem gottesdienstlichen Gebrauch genommen wird, wird sie offiziell durch die zuständige leitende Geistliche der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers entwidmet. Dieser feierliche Gottesdienst der Entwidmung findet am 20. Mai, 10.00 Uhr, mit Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann statt.

In dem Pressegespräch möchten wir Ihnen Informationen zur Bedeutung des Bonhoefferhauses, zum aktuellen Stand der zukünftigen Planung der Kirchengemeinde und zur Entwidmung geben. Im Anschluss können Absprachen zum Fotografieren und Filmen während des Gottesdienstes getroffen werden.

Für das Gespräch stehen Ihnen zur Verfügung:
- Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann
Ev.-luth. Sprengel Hannover
- Stellvertretender Superintendent Johann Christophers
Ev.-luth. Kirchenkreis Burgdorf
- Holger Söchtig, Kirchenvorsteher
Ev.-luth. Kirchengemeinde Sehnde
- Pastorin Damaris Frehrking
Ev.-luth. Kirchengemeinde Sehnde



Pfingsten am Teich

Die evangelische Kirchengemeinde Sehnde lädt auch in diesem Jahr am Pfingstsonntag zu einem großen Freiluftgottesdienst am „Blauen See“ in Gretenberg ein. In diesem lebendigen Familiengottesdienst, der um 11.00 beginnt, werden mehrere Kinder getauft. Bereits getaufte Kinder sind eingeladen, ihre Taufkerzen mitzubringen, sie bekommen im Rahmen einer Tauferinnerung einen neuen Wachsaufkleber auf die Kerzen.
Mit viel lebendiger Musik wollen wir fröhlich feiern. Leider können wir in diesem Jahr kein Grillfest im Anschluss anbieten. Gäste sind aber herzlich eingeladen, sich Picknickkörbe mitzubringen und im Anschluss an den Gottesdienst noch gemütlich in Gretenberg zusammenzubleiben. Der Weg zum Teich wird von der Gretenberger Straße aus ausgeschildert.