Ältester Baum gesucht

Eichen gehören zu den langlebigen Baumarten. (Foto: Nabu Sehnde)

Mitmachaktion des Nabu läuft weiter

Sehnde (r/gg). Zu einer Mitmachaktion hatte der Nabu-Ortsverein vor einigen Wochen aufgerufen. Gesucht ist der älteste Baum in Sehnde. Gemeldet werden kann der Umfang eines Baumstamms in einer Höhe von ein Meter bis 1,50 Meter. Wichtig ist die genaue Angabe der Baumart sowie exakte Beschreibung des Standortes, damit die Angaben überprüft werden können. Hilfreich wäre ein Foto des Baumes. Der Nabu-Ortsverein nimmt weiterhin alle Meldungen unter E-Mail nabu-og-sehnde@gmx.de entgegen, sammelt sie und verkündet Ende Oktober 2021 das Ergebnis.
"Unter den ersten abgegebenen Baum-Meldungen befinden sich einige Stieleichen", so die Mitteilung von Angelika Thomaier, Sprecherin des Nabu-Ortsvereins. Sie erklärt: "Diese Baumart ist für ihre Langlebigkeit bekannt. Sie kann bis zu Tausend Jahre alt werden. Gut möglich, dass Ende Oktober eine Stieleiche als ältester Baum Sehndes verkündet wird."
Wissenswertes dazu: Die Eiche wurde schon früh in vielen Kulturen Europas hoch verehrt. Sie symbolisiert Kraft, Frieden und Wachstum. Heutzutage schmückt das Eichenblatt mit seinem charakteristisch eingebuchteten Rand die in Deutschland geprägten Centmünzen.
Aber die Eiche ist nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei den Insekten sehr beliebt. Die beiden in Mitteleuropa einheimischen Eichen-Arten, Stieleiche und Traubeneiche, zählen zu den aus ökologischer Sicht wertvollsten Baumarten: Schon 179 Großschmetterlingsarten sowie rund 1000 verschiedene Käferarten hat man an ihnen nachgewiesen. Viele dieser Arten sind monophag, das heißt sie können nur an der Eiche überleben und nicht oder nur begrenzt auf andere Baumarten ausweichen. Eine ökologische Besonderheit ist der besonders große Lichtbedarf der Eiche: Wie die Kiefer kann sie im Schatten anderer Baumarten nicht gedeihen; beide zählen daher zu den sogenannten Lichtbaumarten.