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Vielfältige Bauprojekte in der Stadt

Sehnde (r/gg). Der Rathaus-Neubau und weitere Bau-Projekte sollen in den nächsten Jahren aus den Steuereinnahmen bezahlt werden. "Kritische Stimmen und Sorgen der Sehnder", seien in der Stadtverwaltung angekommen, so die aktuelle Mitteilung. Bürgermeister Olaf Kruse informiert. So gebe es "wichtige Vorhaben zur Entwicklung der Stadt, die nicht selten in Zusammenhang stehen und insgesamt betrachtet werden müssen". Viele Investitionsmaßnahmen seien in den vergangenen Jahrzehnten geschoben oder nicht angegangen worden. Der Bürgermeister schreibt: "Das tat dem Haushalt der jeweiligen Jahre unterm Strich gut, aber wir alle wissen, dass sich notwendige Projekte nicht von selbst erledigen. Es war immer klar, dass uns diese Handlungsweise irgendwann auf die Füße fällt." Wohnraum sei knapp, die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen groß und die Betreuungsquote sei aktuell schlecht. Kurzfristig sei kaum Besserung in Sicht. Bürgermeister Olaf Kruse schreibt: "Wir wollen hier dringend für Abhilfe sorgen und haben die notwendigen Beschlüsse und Maßnahmen auch schon rechtzeitig in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht, aber hier kommen -wie bei so vielen Projekten- nun die Probleme im Baugewerbe hinzu und sorgen für deutliche Verzögerungen und Kostensteigerungen der bereits angeschobenen Baumaßnahmen." Mit der Johanniter Unfall Hilfe realisieren würden derzeit im Wohnquartier Masch-Höfe in Sehnde (Eröffnung Sommer 2023) und im Neubaugebiet Rethmar-West (2024) neue Kindertagesstätten mit jeweils zwei Krippen- und vier Kitagruppen entstehen. Im Zuge der Baumaßnahmen Südtorfeld an der Friedrich-Ebert-Straße wird der Kindergarten Ladeholzstraße sein neues Quartier finden und aus den mobilen Raumeinheiten an der Breiten Straße ausziehen können. Der neue Kindergarten-Standort soll sich im Gesamtkomplex der investorengegründeten Baumaßnahme befinden und "den Quartiersgedanken mit einem generationenübergreifenden Miteinander erlebbar machen."
Derzeit werden in der Astrid-Lindgren-Grundschule zwei Klassen je Jahrgang beschult und in der Grundschule Breite Straße werden es ab diesem Sommer durchgehend vier Züge sein. Bislang konnten an der Grundschule Breite Straße alle Klassen untergebracht werden. Das wird sich in diesem Sommer ändern - so die Information aus der Stadtverwaltung.
Bürgermeister Olaf Kruse erklärt: "Wir haben geprüft, ob durch eine Änderung der Schulbezirke die Zahlen der Schüler* zwischen den beiden Schulen so umverteilt werden können, dass keine größeren baulichen Maßnahmen notwendig sind. Das ist aber eine reine Raum-Schülerzahl-Betrachtung, die keine freien Kapazitäten für Differenzierungen, Fach- und Förderunterricht vorsieht. Mal abgesehen von der Nichtbeachtung der heute zu berücksichtigenden pädagogischen Anforderungen und der fehlenden Ausstattungen. Im Zuge der Ausweitung der Betreuung im Rahmen der Verlässlichkeit und Ganztagsbetreuung ist die reine Zahlenbetrachtung eine Sichtweise, die zum Wohl der Schüler für uns nicht in Betracht kommt." Geplant werde eine mit der Politik noch im Detail zu diskutierende möglicher Anpassung der Zügigkeit und damit einhergehende "zukunftsorientierte Raumlösung". Bis dahin gebe es Interimslösung, die auch im Bereich der Kindertagesstätten noch einmal Bauverzögerungen abfedern kann und soll.
Zum weiteren Vorgehen schreibt Olaf Kruse: "Mit dem Abbruch des baufälligen Gebäudes der Kindertagesstätte Ladeholzstraße haben wir Platz für mobile Raumeinheiten auf städtischem Gelände geschaffen und wollen hier zunächst Raum für zwei Schulklassen der Grundschule, für zwei Kitagruppen und zwei Krippengruppen einrichten. Wieder nur eine Interimslösung, die sich aber durch die Neubauten der Kindertagesstätten und die in Planung befindlichen Lösungen für die Grundschulen im Kernort auch wieder erledigen wird und in Anbetracht der aktuellen Situation notwendig ist."
Auch der Neubau der Grundschule in Ilten befinde sich als großes Projekt aktuell in der Planung. Zeitnah soll der Standort geklärt sein. 
Zur Sporthalle Dolgen erklärt Olaf Kruse: "Dass Notlösungen und notdürftige Reparaturen an Gebäuden langfristig Sanierungen unmöglich machen können, zeigt der Fall der Sporthalle Dolgen. Hier wurden Sanierungen so lange geplant und im Zuge von Reparaturen so viele neue Gebäudemängel offengelegt, dass ein Neubau am Schluss komplett alternativlos war. Mit dem Beschluss für den Neubau haben wir nun aber auch die Chance auf eine ordentliche und konsequente Umsetzung hin zu einer Dolgener Sporthalle für den Freizeitsport und den Kindergarten."
Die Planungen rund um ein Feuerwehrgerätehaus für den Kernort, die Entwicklung von Gelände und Gebäuden des ehemaligen Bundessortenamtes und des ehemaligen Avacon-Standortes an der Peiner Straße, die Raumnot der technischen Einheiten der städtischen Gesellschaften und die wegen eines hohen Sanierungsbedarfs notwendige Neuplanung der Unterbringung des Baubetriebshofes hingen unmittelbar zusammen, so die Information des Bürgermeisters. Die Verwaltung habe der Politik vorgeschlagen, die bestehende und sich in der Grundsubstanz gut geeignete Halle auf dem Gelände des ehemaligen Bundessortenamtes als neuen Standort für ein Kompetenzzentrum mit Räumen für die Tafel, die Kleiderkammer und das Stadtarchiv sowie Beratungs- und Sozialräume umzubauen. Mit dem geplanten Umzug der sozialen Einrichtungen (Tafel und Kleiderkammer) würde der Weg frei werden für Umbau- und die Umnutzungsplanungen der ehemaligen Avacon-Gebäude. Hier sollen zukünftig die technischen Einheiten der städtischen Betriebe (Energieversorgung, Stadtwerke) und der städtische Baubetriebshof ihren Sitz erhalten.
Mit dem Umzug des Baubetriebshofes würde Platz für ein Feuerwehrgerätehaus in Sehnde Mitte geschaffen werden. Die Planungen sehen hier vor, dass auf der freiwerdenden Fläche des Baubetriebshofes dann das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut werden würde. Das alte Feuerwehrhaus würde während der Bauphase bestehen bleiben und so könnten Neubau und Feuerwehrdienst parallel betrieben werden. Der neue Feuerwehrstandort würde der alte bleiben, aber mit mehr Fläche und Möglichkeiten für die Belange der Ortsfeuerwehr und der Stadtfeuerwehr.
Die Planung für den Teilbereich Rathausneubau und Neubau Edeka aus dem Projekt „Neue Mitte“ haben begonnen. Gerade auch vor dem energetischen Hintergrund  sei ein Neubau  sinnvoller, nachhaltiger und günstiger als sich häufende dauerhafte Sanierungen.
Mit Kostensteigerungen in allen Richtungen sei derzeit zu rechnen, was vermutlich weitere Anpassungen der Pläne erfordere.

Autor:

Gabriele Gosewisch aus Lehrte

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