Spannende Schülerprojektwoche „Wir sind eine Welt“ an der KGS Sehnde

KGS-Lehrer Michael Gollert (li.) arbeitete sich im Rahmen der Projektwoche "Wir sind eine Welt" mit seinen SchülerInnen (v.l.) Antonia Sehlmann, Nina Bölke, Henrike Kaufmann und Dennis Korf durch die Jahrtausende alte chinesische Kultur.
3Bilder
  • KGS-Lehrer Michael Gollert (li.) arbeitete sich im Rahmen der Projektwoche "Wir sind eine Welt" mit seinen SchülerInnen (v.l.) Antonia Sehlmann, Nina Bölke, Henrike Kaufmann und Dennis Korf durch die Jahrtausende alte chinesische Kultur.
  • Foto: Sabrina Dickhaeuser
  • hochgeladen von Sabrina Dickhaeuser

SEHNDE. Das Projekt „Wir sind die Welt“ an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde, mit dem sich 1.700 SchülerInnen, Lehrkräfte und HelferInnen eine Woche lang beschäftigt haben, hat einmal mehr gezeigt, dass globales Denken bei den SchülerInnen und Lehrkräften der KGS grundsätzlich groß geschrieben wird. Wie schon die vorangegangenen Projekte, mit denen sich die KGS als „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ und „Umweltschule in“ Europa“ ausgezeichnet hatte, verdeutlichten.
Insgesamt 70 Themen standen den SchülerInnen zur Verfügung. Bis auf einen Abiturjahrgang, der sich gerade in Prüfungsvorbereitungen befindet, nahmen alle Jahrgänge teil. Diese verteilten sich auf 75 Projektgruppen, die sie selbst aussuchen durften.
Ob handwerklich, theoretisch, kulturell, kulinarisch oder politisch: das Spektrum – von der Mini-Fußball-WM, über italienisch Kochkurse bis hin zu Tanz- und Theater – war riesig und die Lehrkräfte mussten viel Zeit aufbringen, wie die Hauptinitiatoren Carsten Milde und Kathleen Fleer in einer Pressekonferenz am Ende der Woche berichteten: „Rund zwei Wochen haben wir gewirkt, um jeden Schüler in ein Projekt einzubinden. Seinen Erst- oder Zweitwunsch zu berücksichtigen, eine gleiche Besetzung mit Jungen und Mädchen zu erreichen und die Altersstruktur herzustellen“, so Carsten Milde.
Am letzten Tag der Projektwoche präsentierten die SchülerInnen stolz, was sie erarbeitet hatten. Auch die Pressekonferenz war Teil eines Themas. Die Arbeitsgemeinschaft „Internetredaktion“ hatte sie initiiert und war darüber hinaus damit betraut, die gesamte Aktion mittels Reportagen, Interviews und Bildern, dabei unterstützt von KGS-Lehrer Helmut Glameyer, ins Internet zu stellen.
Tamara Helle (16) nahm daran teil und freute sich über die Ergebnisse: „Es ist schön, dass unsere Texte jetzt im Internet gelesen werden, wenn wir diese Dinge im Unterricht erarbeiten, liest die Arbeiten ja keiner, aber jetzt ist das anders.“
Auch Sehndes Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke kam zur Pressekonferenz und ließ sich anschliessend von Schulleiterin Helga Akkermann die Projekte in Räumen des gesamten Schulkomplexes zeigen und von den SchülerInnen erklären. Beim Blick auf die von 24 SchülerInnen der achten Klasse gefertigten Bildcollagen mit exakt bearbeiteten Bildrändern waren der Bürgermeister und die Schulleiterin beeindruckt.
„Viel zu Schade, um diese danach in die Schublade zu legen,“ befand Helga Akkermann. Daher zieren die Bilder künftig die Wände in den Gängen der Schule.
Ob Irland, Neuseeland, Japan, Haiti oder Costa Rica: Die SchülerInnen fanden ganz unterschiedliche Darstellungsformen.
Die acht TeilnehmerInnen der Projektgruppe China „wühlten“ zuvor in der Jahrtausende alten Geschichte Chinas. Da hieß es durchhalten. Auch das moderne China wurde in den Mittelpunkt gerückt. Die Verletzung der Menschenrechte im Reich der Mitte gehörten für die SchülerInnen als Thema dazu. Wie in allen anderen Projekten wurde Bildmaterial ausgedruckt und an den Wänden befestigt – nachdem die China-AG lange darüber diskutiert hatte, auch jene von gefolterten Chinesen.
Erfreulicher war da der Besuch in einem chinesischen Essrestaurant und Gespräche mit dem chinesischen Inhaber.
Das Projekt „Italienisch Kochen“ stellte einige SchülerInnen vor echte Herausforderungen. Beim Kochen muss man schließlich „dran bleiben“ bevor die Butter am Ende noch in der Pfanne verbrennt. Am letzten Projekttag fanden die italienischen Brotspezialitäten, Pizza und verschiedene Nudelgerichte reißenden Absatz.
Das Projekt „Kanada“ gab es gleich viermal – und ebenso vielfältig wie das Land waren auch die Präsentationen. Infos und Berichte vom Verlauf der Projektwoche können noch auf der Internetseite www.kgs-sehnde.de angeschaut werden.

Autor:

Sabrina Dickhaeuser aus Burgdorf

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.