Vorleistung zahlt sich aus

Förderbescheide des Landes bewilligt (von links): Grant Hendrik Tonne, Bettina Conradi und Sandra Heidrich.
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Sehnde (gg). Zwei Förderbescheide im Wert von 784.000 Euro überreichte Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Montag bei einem Besuch in der KGS an Schulleiterin Sandra Heidrich und Stadträtin Bettina Conradi. Im Nachhinein finanziert werden damit zum einen der Aufbau des einheitlichen Schulnetzes Iserv, in Betrieb seit zwei Jahren, und zum anderen die technischen Voraussetzungen für das WLAN samt Gigabit-Anschluss, in fast allen KGS-Trakten in Betrieb seit vorigem Jahr. Dem Konzept nach gibt es das Geld als der Landeskasse erst, wenn vom Schulträger, also der Stadt Sehnde, die Investition bereits geleistet wurde. Nach Antragstellung der Stadtverwaltung wird aus der Landeskasse ausgezahlt: 11.000 Euro für die Software Iserv und 773.000 Euro für Router und Verkabelung - bis jetzt. Wenn bis 2024 alle KGS-Trakte ertüchtigt sind, soll es weitere Auszahlungen geben. „Denn es geht bei der Digitalisierung der Schulen in Niedersachsen nicht nach dem Windhund-Prinzip“, erklärt Kultusminister Grant Hendrik Tonne bei seinem Besuch. Es muss also nicht mit Hast und Eile Geld beantragt werden, aus Sorge bald nichts mehr zu bekommen, sondern dann, wenn es nötig ist. „Wir werden den Fördertopf, den Digital-Pakt, stetig weiterführen“, verspricht der Minister und verweist auf „weitere Erfolgsgeschichten, wie bereits geleistete Zahlungen für Laptops: 89.000 Euro für die Ausstattung der Schüler mit finanziellem Bedarf und 115.000 Euro für die Ausstattung der Lehrer.
„Der Digital-Pakt ist keine Reaktion auf die Pandemie, die das digitale Lernen forciert hat, sondern wurde vom Landtag schon vorher auf den Weg gebracht. Als SPD-Landtagsabgeordnete bestätigte dies Silke Lesemann. Sie war beim Besuch des Ministers ebenfalls in der KGS zu Gast. Stadträtin Bettina Conradi überbrachte Grüße des Bürgermeisters Olaf Kruse und erklärte: „Die Digitalisierung ist ein zentrales Anliegen in der Stadtverwaltung. Der Distanzunterricht hat die Ausstattung der Schulen schon massiv vorangebracht. Sonst hätte es länger gedauert.“ „Die Chancen“ jetzt zu ergreifen sei die Aufgabe, so Schulleiterin Sandra Heidrich. Als einzige weiterführende Schule in Sehnde mit 1.700 Schülern und 150 Lehrern gebe es eine besondere Verantwortung, alle notwendigen Maßnahmen zügig umzusetzen. Silke Lesemann ergänzte: „Die KGS ist prägend für die Stadt. Wir bemühen uns auch um die Gestaltung der Berufsvorbereitung. Es soll Lernallianzen mit den lokalen Betrieben geben.“
An der KGS sei früh mit der Digitalisierung begonnen worden. Es gebe eine Revolution im Bildungsbereich. „Wir müssen dran bleiben“, so der Tenor beim Ministerbesuch.

Förderbescheide des Landes bewilligt (von links): Grant Hendrik Tonne, Bettina Conradi und Sandra Heidrich.
Silke Lesemann sieht als Landtagsabgeordnete eine "Revolution im Bildungsbereich".
Autor:

Gabriele Gosewisch aus Lehrte

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