Zweites Heimspiel im EHF-Cup ist vorentscheidend

Kreisläufer Evgeni Pevnov freut sich auf das Europapokal-Heimspiel gegen das ungarische Team von Grundfos Tatabanya. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf erwartet am 4.Spieltag Grundfos Tatabanya

BURGDORF (st). Eine Woche nach der 25:28-Hinspielpleite in Ungarn trifft die TSV Hannover-Burgdorf am kommenden Sonntag, 3. März, zu ungewohnter Zeit um 13 Uhr im Rückspiel der EHF-Cup-Gruppenphase in der Swiss Life Hall in Hannover auf die Mannschaft von Grundfos Tatabanya. Eine echte Herausforderung, denn zum einen wurde noch am vergangenen Donnerstag bei TSV GWD Minden ein Punktspiel in der DKB Handball-Bundesliga absolviert und zum anderen wird die Partie einen vorentscheidenden Charakter haben.
Heimspiele im Europapokal müssen siegreich beendet werden. Da ist sich nicht nur Recken-Trainer Carlos Ortega sicher. „Wenn die drei Heimspiele in der Gruppenphase gewonnen werden und dazu noch ein Auswärtsspiel siegreich beendet werden kann, dann ist das Viertelfinale in Reichweite“, äußerte sich der TSV-Coach vor den Spielen auf internationaler Ebene. Noch stehen zwei Heimspiele und ein Auswärtsspiel auf dem Programm und die TSV ist nach der Niederlage in Ungarn unter Druck. Ein Erfolg gegen Tatabanya könnte das Tor zum Viertelfinale aber noch offenlassen.
Aber die Belastungen der letzten Wochen sind nicht spurlos an den Spielern vorbeigegangen. Zudem macht sich immer mehr bemerkbar, dass einige verletzte Spieler immer noch fehlen. Die jungen Talente aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend können die Profis noch nicht vollständig ersetzen. Aber es hilft nichts, die TSV will die Gruppenphase überstehen und ins Viertelfinale einziehen und dazu muss eine engagierte und konzentrierte Leistung her.
Die Ungarn zeigten vor einer Woche, welche Qualität sie haben und konnten mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung und einem starken Torwart Laszlo Bartucz überzeugen. Ortega und seine Spieler haben daraus ihre Lehren gezogen und werden in der Swiss Life Hall vor eigenem Publikum beweisen, dass sie mit einer verbesserten Taktik gewinnen können.
Aber Vorsicht ist geboten, denn die Gäste werden nicht nach Hannover kommen, um kampflos das Feld zu räumen. Für sie steht ebenfalls viel auf dem Spiel. Eine weitere Niederlage könnte den 2. Platz im EHF-Cup gefährden und das wollen sie verhindern. Es könnte sich also eine spannende und kampfbetonte Partie entwickeln. Die Recken wollen ihren Fans Aggressivität und Einsatzwillen zeigen, auch wenn sie etwas müde sind.
Damit ein Sieg gelingt und die Chance auf das Viertelfinale bestehen bleibt, werden die Haupttorschützen von Tatabanya enger bewacht werden und die Defensive insgesamt auf einem hohen Niveau spielen müssen. Können Kai Häfner und seine Mitspieler die von Ortega ausgegebene Taktik umsetzen und im Angriff mit gezielten Würfen und einer guten Torquote glänzen, dann sollte ein Erfolg sichergestellt werden können.
Das nächste Europapokalspiel wird dann erst am 24. März angepfiffen. Dann sind die Recken ab 19 Uhr bei HC Eurofarm Rabotnik in Bitola im Auswärtsspiel gefordert.