Wer hat im Derby diesmal die Nase vorn?

Timo Baune von der TSV II wird im Hinspiel im August von Spielertrainer Marius Kastening am Torwurf gehindert. (Foto: Holger Staab)
 
Die TSV Burgdorf II mit Malte Donker als Linkshänder will im Derby gegen HHB die Revanche für die Hinspielniederlage. (Foto: Holger Staab)

TSV Burgdorf II und HH Burgwedel kämpfen um wichtige Punkte

ALTKREIS (st). Die Hinrunde in der 3. Liga Nord-Ost ist abgeschlossen. Die Handballer aus Burgwedel konnten auch am letzten Spieltag gegen die Füchse Berlin II nicht überzeugen und kassierten eine 25:32-Niederlage. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist nach sechs Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz geringer geworden. Nach einer guten Serie konnte sich die TSV Burgdorf II auf den 9. Platz vorschieben und geht gestärkt in die beiden letzten Spiele des Jahres. Ausgerechnet jetzt steht das nächste Nachbarschaftsderby der beiden Altkreisteams auf dem Programm. Am ersten Rückrundenspieltag gastiert Handball Hannover Burgwedel bei der TSV II.
Am Freitag, 13. Dezember, ab 20 Uhr ist es wieder soweit. Im Hexenkessel der Sporthalle der Gudrun-Pausewang-Schule treffen die Nachwuchsmannschaft der TSV und die angeschlagenen HHB-Akteure aufeinander. Für beide Teams eine ganz wichtige Begegnung. Die Burgdorfer wollen ihren Weg ins gesicherte Mittelfeld fortsetzen und HHB will endlich wieder einen Sieg schaffen. Gerade im Derby wird deshalb eine starke Zuschauerunterstützung erwartet. Beide Fanlager könnten sich, wie auf dem Spielfeld die Spieler, einen heißen lautstarken Kampf liefern.
Wer letztlich sportlich die Nase vorn haben wird, ist nicht sicher. Ein Derby hat immer seine eigenen Gesetze, denn es wird Kraft freigemacht, die sonst vielleicht nicht vorhanden wäre. Die zweite Burgdorfer Vertretung könnte Feldvorteile haben, da HHB einige Verletzte zu beklagen hat und voraussichtlich ohne Artjom Antonevitch, Nenad Bilbija und Julius Hinz auflaufen wird. Zudem sind die TSVer um ihren Trainer Heidmar Felixson in einer guten Verfassung. Nach einer ganz schwachen ersten Phase der Saison haben sie zueinander gefunden, zuletzt 36:30 bei HSG Ostsee gewonnen und technisch und taktisch starke Partien abgeliefert.
Das brachte einen Mittelfeldplatz ein. Aber die Reserve der TSV ist noch nicht satt. Gerade gegen HHB und dann noch gegen die alten Mitspieler Maurice Dräger, Steffen Schröter und Johannes Marx, die in der vergangenen Spielzeit noch bei Burgdorf spielten, ist die Motivation groß. Das Hinspiel zeigte aber Burgwedel als Sieger. HHB konnte einen 25:21-Sieg feiern. Wer am Freitag als Sieger vom Platz geht, bleibt abzuwarten. Die TSV hat in jedem Fall Wut im Bauch und will sich für die Niederlage revanchieren. Können die Nachwuchs-Recken ihr Potenzial abrufen, dann hätten sie sicherlich einen Vorteil. Gelingt das nicht, dann wird es schwer, gegen Burgwedel bestehen zu können.
HHB ist sich bewusst, dass jede weitere Niederlage ein Rückschritt ist. Gerade gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte sind Siege zur Pflichtaufgabe geworden. Das Trainerduo Kay Behnke und Marius Kastening will mit der Mannschaft den letzten Tabellenplatz schnellstmöglich verlassen und in diesem Jahr noch vier Punkte einspielen. Das geht nur noch am Freitag und dann im letzten Spiel des Jahres am 21. Dezember gegen TSV Altenholz. Können die Burgwedeler vier Zähler einspielen, dann kommt Hoffnung zum Jahreswechsel auf und der Blick kann mit Zuversicht auf bessere Zeiten in Richtung 2020 gehen. Die Voraussetzungen dafür sind aber nicht rosig, denn die Mannschaft scheint verunsichert und braucht dringend einen Erfolg, um gestärkt in die nächsten Spiele gehen zu können.
Für beide Teams also unterschiedliche Voraussetzungen und Herausforderungen. Die Partie könnte ein handballerischer Leckerbissen werden, auch wenn die Taktik überwiegt. TSV-Coach Felixson will in jedem Fall mit Volldampf ins Spiel gehen und seine Spieler an der Ehre packen. Zwei Pleiten gegen HHB in einer Saison soll es nicht geben. Es ist also auch ein wenig Dampf im Kessel und so könnte kurz vor dem 3. Advent eine Begegnung stattfinden, die nur wenig an eine ruhige Vorweihnachtszeit erinnert.