Vor der Europapokalschlacht eine Reise nach Leipzig

Auch Sieben-Meter-Würfe gehören zum Repertoire von Linksaußen Lars Lehnhoff. (Foto: Holger Staab)

TSV gastiert heute beim SC DHfK Leipzig und will einen Erfolg

BURGDORF (st). Zunächst geht von der TSV Hannover-Burgdorf ein großer Dank an den SC DHfK Leipzig, denn mit der Verlegung der Partie in der DKB Handball-Bundesliga auf den heutigen Mittwoch, 21. November, ab 17 Uhr, haben die Leipziger den Weg für das Europapokalspiel am Sonnabend, 24. November, bei Benfica Lissabon geebnet. Benfica beharrte auf der Ausrichtung am Sonnabend und das ursprünglich angesetzte Spiel in Leipzig hätte am Sonntag, 25.November, voraussichtlich mit der 2.Mannschaft ausgetragen werden müssen.
Jetzt sind die Recken heute in Leipzig gefordert und reisen dann zwei Tage später in Richtung Portugal. Die Termine ballen sich für die TSV, denn am 11. November gaben Evgeni Pevnov und seine Mitspieler ihre Visitenkarte beim TBV Lemgo Lippe ab, am 15. November fand das Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim statt und zwei Tage später am 17. November gastierte Benfica zum Hinspiel in der Swiss Life Hall. Jetzt stehen in dieser Woche zwei wichtige Spiele auf dem harten Programm. Das ist Stress auf höchstem sportlichem Niveau.
Besonders schwierig gestaltet sich die Einteilung der Kräfte bei der Fülle der Pflichtaufgabe, denn durch die lange Verletztenliste können sich die Stammspieler kaum Ruhephasen gönnen und sind ständig gefordert. Das werden sie auch beim SC DHfK Leipzig sein. Der Gastgeber hat einen ganz schwachen Saisonstart hingelegt und sammelte in den ersten zehn Partien nur ganz drei Pluspunkte. Der Sportclub ist damit abstiegsgefährdet, gilt aber nicht als Abstiegskandidat. Einige Spiele wurden nur unglücklich verloren und der Durchbruch zu einer besseren Phase begann mit den beiden Heimsiegen gegen Frisch Auf Göppingen (29:25) und GWD Minden (26:25). Die Recken hoffen natürlich, dass sich die Leipziger nicht so stark präsentieren. Sie wollen mutig nach vorn spielen und sich als kompakte Einheit präsentieren. Das wird aber nur gelingen, wenn sie die Basis dafür in der Abwehr herstellen. Wenn die Torwarte Urban Lesjak und Martin Ziemer endlich wieder starke Paraden zeigen und zum Rückhalt für die verunsicherte Defensive der Recken werden, dann könnte ein doppelter Punktgewinn möglich sein.
Die Leipziger dürfen aber keinesfalls unterschätzt werden. Sie befinden sich im Aufwind und wollen ins Mittelfeld vorstoßen. Spieler wie Philipp Weber als Rückraumspieler, Linksaußen Raul Santos oder Kreisläufer Alen Milosevic können der TSV-Abwehr das Leben schwer machen. Zudem hat der SC mit Jens Vortmann und Milos Putera eine ausgezeichnetes Torwartduo, das die TSV-Angreifer dazu nötigt, außerordentlich gezielt zu werfen und die Chancen nicht leichtfertig zu vergeben. In der Arena Leipzig taten sich die TSVer schon in den vergangenen Spielzeiten schwer, einen Auswärtssieg einzuspielen. Zuletzt gab es eine 23:25-Niederlage. Können die Recken aber von Beginn an zu ihrem Spiel finden und ihre Kraftreserven bis zum Ende der Partie ausschöpfen, dann ist ein Sieg in Leipzig durchaus realisierbar und die Reise nach Lissabon kann mit einem Lächeln angegangen werden.