TUS-Spartenleiter Günther Plate tritt ab

Günther Plate nimt nach 38 Jahren Abschied vom TuS Altwarmbüchen. (Foto: TUS Altwarmbüchen)
 
Uwe Riccardi ist neuer Spartenleiter Fußball beim TuS Altwarmbüchen. (Foto: TUS Altwarmbüchen)

Sven Kampe und Patrick Heldt unterstützen Uwe Riccardi

Altwarmbüchen (kd). So richtig mag man es nicht glauben, was in diesen Tagen alles beim TuS Altwarmbüchen passiert ist. Nach 38 Jahren als Spartenleiter Fußball des TuS Altwarmbüchen hat Günther Plate nun seinen wohlverdienten Abschied genommen. "Irgendwann wurde es nun aber auch Zeit. Schließlich bin jetzt bereits 84 Jahre alt", erklärte das Altwarmbüchener Fußball-Urgestein, dem man das Alter nicht ansieht. Neben seiner verantwortungsvollen und umfangreichen Tätigkeit als Leiter der Altwarmbüchener Fußball-Abteilung war sich Günther Plate aber nicht zu schade, weitere ehrenamtliche Tätigkeiten bei "seinem Verein" zu übernehmen.
"Schorse", wie der Altwarmbüchener Junge seit seinen Kindertagen gerufen wurde, weil mit einem Mitschüler und Spielkameraden eine Namensgleicheit im Vornamen bestand, wie Günther Platze verriet, war sich nach der altersbedingten Aufgabe seines eigenständigen Fußbodenverlegebetriebes nicht zu schade, noch acht Jahre lang als ehrenamtlicher Platzwart der über 30.000 Quadratmeter großen Platzanlage des TuS Altwarmbüchen seine Arbeit mit Akribie zu verrichten, ehe es dem Verein nach langem Suchen kürzlich gelang, mit Siegfried Lux einen Nachfolger für die Aufgabe als Greenkeeper des TuS Abwarmbüchen zu finden.
"Schorse Plate ist einfach nicht zu ersetzen.Über ihn gibt es nur Gutes zu sagen. Ich bin davon überzeugt, dass er auch jetzt mit seinen mittlerweile 84 Jahren immer noch einspringen wird, wenn er benötigt wird. Ohne ihn könnte ich mir den TuS Altwarmbüchen nicht vorstellen", sagte Darijan Vlaski, der heutige Trainer des Bezirksligisten SV Ramlingen/Ehlershausen II, der über viele Jahre als Spieler und Trainer des TuS Altwarmbüchen eng mit dem jung gebliebenen TuS-Funktionär verbunden war.
Als Nachfolger von Günther Plate als Spartenleiter Fußball des TuS Altwarmbüchen wurde von der Abteilungsversammlung Uwe Riccardi gewählt, der sich bereits einen Namen als Trainer der U15 der JSG Heeßel/Altwarmbüchen gemacht hat. Dem 48-jährigen ist durchaus bewusst, dass er als Nachfolger von Günther Plate in große Schuhe tritt. "Deshalb haben wir uns auch breiter aufgestellt und die vielfältigen Aufgaben auf mehrere Schulter verteilt", gab der neue TuS-Spartenleiter unumwunden zu.
So holte sich Uwe Riccardi für seine 13 Jugendmannschaften, sowie für die 1. Mannschaft, und zwei Seniorenmannschaften mit Sven Kampe einen erfahrenen Fußballfachmann an seine Seite, der nach seiner beruflichen Rückkehr vom FC Rot-Weiß Kirchlengern als Bezirksleiter der Würth-Gruppe in Niedersachsen Führungaufgaben von seinem neuen Wohnort Großburgwedel wahrnimmt. Da war es mehr ein Zufall, dass mit Patrick Heldt ein ebenfalls in Großburgwedel wohnhafter Kotrainer und noch aktiver Torjäger des Bezirksliggisten FC Lehrte auf der Suche nach einem Trainerjob war. "Wir haben und dann ausgetauscht und nach nur wenigen Gesprächen stand für uns fest, dass Patrick Heldt ab der kommenden Saison zusammen mit unserem derzeitigen Coach Tim Kaufmann ein Trainerteam bilden wird.
„Ich habe direkt aufs Gaspedal gedrückt und gleich Nägel mit Köpfen gemacht, das kenne ich ja aus meinem Beruf“, sagte Sven Kampe, unter dessen Leitung beim TuS kürzlich ein bis ins Jahr 2025 reichendes Strategiepapier von fünf Jahren entwickelt wurde, mit der es gelingen soll, die TuS-Mannschaft wieder zu früheren Erfolgen zu führen. ""Unser Ziel ist es, so bald wie möglich wieder in die Bezirksliga zurück zu kehren. Patrick Heldt wird als Trainer einer der Bausteine davon sein", hofft und wünscht sicn Sven Kampe, der aber erfahren genugt ist, um die Augen vor der Realität nicht zu verschließen.
"Unser vorrangiges Ziel muss es in dieser Saison aber sein, den Klassenerhalt in der Kreisliga zu schaffen. Da stehen wir nach 18 von 30 Spielen mit nur 13 Punkten auf einem der beiden Abstiegsplätze. Allen unsere noch so gut gemeinten Pläne wären nichts wert, wenn wir in dieser Saison nicht den Klassenerhalt schaffen sollten. Das wäre dann der Worst Case. An dieses Stenario mag ich überhapt nicht denken. Dann wären unsere gesamten Planungen für die Zukunft über den Haufen geworfen", gab Sven Kampe zu, der dann auch um den Zugang des 39-jährigen Patrick Heldt als zukünftigen Trainer bangen müsste.