TSV-Talente wollen in das Endspiel

Torwart Tim Buschhorn kann mit guten Paraden dazu beitragen, dass die A-Jugend der TSV Burgdorf mit einem Vorsprung nach Östringen zum Rückspiel fahren kann. (Foto: Holger Staab)

Heimspiel gegen Rhein-Neckar Löwen am Samstag

Burgdorf (st). Mit einem 37:36-Erfolg über die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen zog der Nachwuchs der TSV Hannover-Burgdorf in das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. Eine Klasseleistung der jungen Talente, die ohne ihren Topspieler Veit Mävers antreten mussten. Mävers gehörte zum Aufgebot der Bundesligamannschaft gegen SC Magdeburg. So übernahmen die anderen Spieler seine Aufgaben und lösten das Ticket zum Halbfinale.
Vielleicht war es gut, Spielern wie Martin Hanne oder Joel Wolf, in einem so wichtigen Spiel die Verantwortung zu übertragen und zu einer ausgezeichneten Angriffsleistung zu führen. Trainer Iker Romero war sich sicher, dass seine Mannschaft auch ohne den 16-fachen Torschützen aus dem Hinspiel gegen Dutenhofen eine Runde weiterkommen würde. Und Hanne, Wolf, aber auch Joel Wunsch, Koray Ayar oder Lukas Becher waren da, als sie gebraucht wurden. Das könnte für die weitere Entwicklung der Spieler gut sein und die Mannschaft wird davon im Halbfinale profitieren.
Jetzt kommt ein Gegner, dessen Qualität nochmal eine Klasse höher sein könnte, als die des Nachwuchses der HSG Wetzlar. Am Samstag, 11. Mai, um 18 Uhr hat die A-Jugend der TSV Burgdorf gegen die Rhein-Neckar Löwen zunächst Heimrecht. Gespielt wird in der Burgdorfer Halle der Gudrun-Pausewang-Schule und Romero und seine Spieler hoffen auf eine tolle Kulisse und eine gewaltige Stimmung. Nur dann können sie einen Vorsprung erarbeiten, der für das Rückspiel eine Woche später für den Einzug in das Finale ausreicht.
Zuletzt hatten die Burgdorfer königliche Unterstützung, aber die spanische Königsfamilie wird am Samstag nicht in Burgdorf sein. Pablo Urdangarin, der Neffe des spanischen Königs Carlos I wird vielleicht froh darüber sein und kann auf Rechtsaußen so ohne Druck agieren. Die TSV hat allerdings doch ein wenig Erfolgsdruck, denn ein Sieg mit vier oder fünf Toren Vorsprung gegen den Löwen-Nachwuchs wäre schon erstrebenswert.
Die Gäste haben die Füchse Berlin mit einem 26:23-Erfolg und einer 27:28-Niederlage aus dem Rennen um die Deutsche Meisterschaft geworfen und dürften erhebliche Gegenwehr leisten. Können die TSVer aber forsch auftreten, die Defensive der Löwen vor schwere Aufgaben stellen und selbst eine gute Torquote erarbeiten, dann sollten Marc Ahrens und seine Mitspieler einen ersten Erfolg verbuchen. Wenn die Burgdorfer Fans dann noch volle Unterstützung leisten, ist sogar ein hoher Vorsprung möglich. Bis dahin sind aber 60 Minuten zu absolvieren und am Samstag, 18. Mai, um 19 Uhr wird dann in der Stadtsporthalle Östringen das Rückspiel auf dem Weg ins Finale angepfiffen.