TSV Burgdorf rangiert weiter vor Heeßel und dem RSE

Exakt eine komplette Mannschaft mit 11 Spielern kämpft auf unserem Foto bei einem Spielstand von 3:0 für den RSE zwischen den in blauen Trikots aufspielenden Gegner vom TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und den in grün-schwarzen Trikots auflaufenden Akteuren des SV Ramlingen/Ehlershausen in einem von beiden Seiten sehr intensiv geführten Spiel um den Ball. (Foto: Klaus Depenau)
 
Mit Wucht jagt Johannes Lübow vom SV Ramlingen/Ehlershausen bereits in der 7. Minute den Strafstoß zur zwischenzeitlichen 3:0- Führung für seine Mannschaft ins Netz. Am Ende reichte es für die Ramlinger allerdings nur zu einem 3:3- Unentschieden. (Foto: Klaus Depenau)

Bei der Vergabe des Meistertitels ist der Heeßeler SV das Zünglein an der Waage

Burgdorfer Land (kd). Drei Spieltage vor Saisonende hat sich der Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Oberliga durch die überraschende 0:1-Heimniederlage des SC Hemmingen/Westerfeld gegen den Tabellenachten TSV Pattensen (39 Punkte) noch einmal zugespitzt. Nur noch zwei Punkte beträgt der Vorsprung des Tabellenführers aus Hemmingen (57 Punkte) vor dem Tabellenzweiten HSC BW Tündern (55 Zähler), der am Sonnabend von 16 Uhr an den Tabellenfünften Heeßeler SV (48 Punkte) zu Gast hat. Bereits von 14 Uhr an empfängt am Sonnabend der Tabellendritte SV Bavenstedt (52 Zähler) den Tabellensechsten SV Ramlingen/Ehlershausen (47 Punkte). Erst am Sonntag hat von 15 Uhr an der Tabellenvierte TSV Burgdorf (50 Punkte) den mit 25 Punkten auf einem Abstiegsplatz stehenden SV Iraklis Hellas Hannover zu Gast.
SV Bavenstedt - SV Ramlingen/Ehlershausen
Bereits um 14 Uhr muss am Samstag der SV Ramlingen/Ehlershausen, der das Hinspiel mit 2:0 gewann, beim SV Bavenstedt zum Rückspiel antreten. Für beide Vereine ist die Saison gelaufen. Während der Tabellendritte aus Bavenstedt mit 52 Punkten, bei derzeit fünf Punkten Rückstand auf den Tabellenführer SC Hemmingen/Westerfeld nur noch theoretische Chancen auf den Meistertitel hat, der aufgrund der Nichtbeantragung der Lizenz für die Oberliga ohnehin von keiner entscheidenden Bedeutung wäre, läuft der SV Ramlingen/Ehlerhausen nach dem 3:3 (3:0)- Remis gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide nun sogar Gefahr, als derzeitiger Tabellensechster mit 47 Punkten als die am schlechtesten platzierte Altkreismannschaft einzulaufen.
Den 200 Zuschauern in der Wahrendorff-Arena wurde am Sonntag wieder einmal deutlich vor Augen geführt, dass innerhalb der RSE-Mannschaft einiges im Argen liegt. So zog es Dennis Yeboah als Mannschaftskapitän vor, seinen 31. Geburtstag im Kreise seiner Familie, anstatt auf dem Spielfeld zu feiern. Einige indisponierte Spieler hatten einen entscheidenden Anteil daran, dass ein 3:0- Vorsprung, der bereits nach sieben Minuten Spielzeit feststand, in der 2. Halbzeit leichtfertig verspielt wurde.
Wie paralysiert mussten die Spieler aus Ramlingen zur Kenntnis nehmen, wie die Gäste aus Krähenwinkel immer wieder mit weiten Schlägen aus der Abwehr heraus, ihren mit 10 Treffern erfolgreichsten Torschützen Marcel Kunstmann suchten und auch fanden. Nicht von ungefähr traf Marcel Kunstmann in der 54., 75. und 88 Minute mit einem lupenreinen Hattrick zum aus Sicht der "Krähen" nicht mehr erwarteten 3:3 (3:0)- Remis. Und dies, nachdem der RSE durch Treffer von Louis Engelbrecht (2.), einem Foulelfmeter von Mitchell Jordan im Nachschuss (4.) und einem weiteren Foulelfmeter von Johannes Lübow (7.) ein Auftakt nach Maß mit einer 3:0-Führungb nach bereits sieben Minuten geglückt war.
"Nach einer Viertelstunde haben wir das Fußballspielen leider eingestellt und versucht, das Ergebnis nur noch zu verwalten", bedauerte auch Ramlingens Trainer Philipp Gasde das Nachlassen seiner Mannschaft, die selbst durch einen Pfostenschuss von Marcel Kunstmann nach 18 Minuten nicht aus ihrer Lethargie erwachte und dafür dann noch mit einer Punkteteilung bestraft wurde. Nicht auszuschließen, dass sich am Sonnabend in der Anfangsformation andere Spieler als es jetzt in der Aufstellung gegen die Krähenwinkeler wiederfinden werden.
HSC BW Tündern - Heeßeler SV
Für einen Wechsel an der Tabellenspitze der Fußball-Landesliga kann der Heeßeler SV am Samstag um 16 Uhr bei seinem Gastspiel beim Tabellenzweiten HSC BW Tündern sorgen, wenn die Heeßeler bei der mit 25 Punkten erfolgreichsten Mannschaft der Rückrunde verlieren sollten und auch der Spitzenreiter SC Hemmingen/Westerfeld am Tag darauf beim TuS Sulingen nicht gewinnen sollte. "Ich bin davon überzeugt, dass unser Gegner aus Tündern am Samstag alles daran setzen wird, uns zu besiegen , um dann doch noch das Unmögliche wahr zu machen und sich noch den Aufstieg zu sichern", glaubt Heeßels Trainer Pascal Preuß, der noch aus anderem Grund zu wissen glaubt, dass die "Schwalben" aus Tündern noch eine Rechnung mit den Heeßelern offen haben. "Das Hinspiel konnten wir mit 4:0 gewinnen. Das hat mein Trainerkollege Siegfried Motzner nicht vergessen", ist Heeßels Trainer überzeugt.
Beim 4:1 (1:1)- Sieg über den Tabellenletzten TV Stuhr unterstrich die Mannschaft von Trainer Pascal Preuß einmal mehr, dass sie mit derzeit 23 Punkten neben dem TSV Pattensen (23 Zähler) TSV Burgdorf (24 Punkte) und dem HSC BW Tündern (26 Zähler) zu den stärksten Rückrundenmannschaften zählt. "Gegen den TV Stuhr wussten wir in der 1. Halbzeit aber nicht zu überzeugen und lagen durch das Tor von Riccardo Azzarello (18.) sogar mit 0:1 hinten", wusste Pascal Preuß zu berichten, der an diesem Tage aber mit Yusuf Akdas aber einen Spieler in seinen Reihen hatte, der "Gold an den Füßen hatte", wie Pascal Preuß vermutet.
Mit gleich drei Freistoßtoren in der 35. Minute, 50. Minute und in der 83. Minute sorgte er entscheidend dafür, dass seine Mannschaft noch neben dem Strafstoßtor von Marlon Pickert (58.) nach Foulspiel an Rodi Hezo als 4:1- Sieger den Platz verlassen konnte und nun am Sonnabend bei dem Hamelner Vorortverein alles daran setzen will, ihre starke Rückrundenbilanz mit einem weiteren Sieg aufzubessern.
TSV Burgdorf - SV Iraklis Hellas
Als klarer Favorit geht am Sonntag um 15 Uhr im Heimspiel der Tabellenvierte TSV Burgdorf (50 Punkte) gegen den auf einem Abstiegsplatz stehenden Tabellendreizehnten SV Iraklis Hellas Hannover (25 Zähler) an den Start. Das liegt zum einen daran, dass sich die TSV Burgdorf mit jetzt 24 Punkten aus zwölf Spielen nicht nur zum zweitbesten Rückrundenteam aller Mannschaften entwickelt hat, sondern in erster Linie daran, dass sich mit dem SV Iraklis Hellas aus Hannover das mit Abstand schwächste Rückrundenteam in Burgdorf vorstellt, das in zwölf Rückrundenspielen nur acht Punkte holte., was zum Absturz auf einen Abstiegsplatz beitrug.
Die TSV Burgdorf unterstrich einmal mehr ihre derzeit gute Form durch einen 2:0 (0:0- Auswärtssieg bei der SpVgg Bad Pyrmont. Dabei verzichtete Holger Kaiser auf einige seiner Stammspieler, was sich zum Glück nicht negativ bemerkbar machte. In einem Zweikampfbetonten Spiel bleiben Torchancen auf beiden Seiten lange Zeit Mangelware. Philipp Sauer, der diesmal für Norman Velber im Tor stand, schlug in der 65. Minute nach einer Abwehr einen Ball exakt in den Lauf von Julian Poth, dessen Flanke Michael Fitzner mit dem Kopf zur 1:0-Führung über die Linie drückte.
Die Entscheidung sollte dann nicht lange auf sich warten lassen. In der 71. Minute konnte Steve Schreiber nur durch ein Foul im gegnerischen Strafraum gebremst werden. Nico Eccarius ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den Foulelfmeter zum 2:0- Endstand, was bei Holger Kaiser dennoch keine euphorische Stimmung für das Heimspiel am Sonntag gegen Iraklis Hellas aufkommen ließ. "Ich kenne meiner Mannschaft. Die größten Probleme haben wir immer gegen Mannschaften, die in der Tabelle ganz unten stehen. Ich hätte nichts dagegen, wenn ich am Sonntag von meiner Mannschaft eines Besseren belehrt würde. indem sie meine Aussagen widerlegt.