Training wieder gemeinsam

Aligser Drittligatrainer, Erik Maul (limks) und Harald Thiele. (Foto: Sina Spatharakis / SFA)

Saisonbeginn der Volleyballer später als üblich

Aligse (r/gg). Aufgrund der gesunkenen Inzidenzzahlen in der Coronapandemie und den damit entfallenden Beschränkungen für den Sportgeschehen, dürfen nun auch die Aligser Volleyballteams wieder in das gemeinsame Teamtraining einsteigen. Die Freude hierüber ist groß, denn mehr als sechs Monate lang war dieses nicht möglich gewesen. Nachdem in dieser Woche die ersten Einheiten noch auf Rasen absolviert wurden, kann es nun auch wieder in die Hallen gehen, um in gewohnter Form zu trainieren und die alte Spielstärke wiederherzustellen.
Die Saison 2021/22 wird dieses Jahr später als üblich starten - in den Dritten Ligen sind die ersten Spiele für den 16. und 17. Oktober angesetzt - und soll bereits Anfang April 2022 beendet sein. Ermöglicht wird dies durch einen geänderten Durchführungsmodus. Hiernach werden Ligen, in denen mehr als elf Mannschaften gemeldet sind, zunächst eine Vorrunde in zwei Gruppen spielen, zudem müssen die Teams vermehrt auch zwei Spiele an einem Wochenende absolvieren. Die Einteilung der Vorrundengruppen erfolgt nach dem „Reißverschlussprinzip“: Mannschaften mit gerader Platzierung zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs bilden die Vorrundengruppe A, die Mannschaften mit ungerader Platzierung die Vorrundengruppe B.
Hiervon sind die Aligser Frauen betroffen, denn in der Dritten Liga West der Damen sind 14 Mannschaften gemeldet, so dass eine Vorrunde in zwei 7er-Gruppen gespielt wird. Das SFA-Team belegte zuletzt den siebten Tabellenplatz und gehört damit der Gruppe B an, wo TV Cloppenburg, SCU Emlichheim II, TV Eiche Horn Bremen, MTV Hildesheim, USC Münster II und BSV Ostbevern (Rückzieher aus zweiter Bundesliga) als Gegner warten, gegen die jeweils ein Hin- und Rückspiel ausgetragen wird. Anschließend wird eine Endrunde gespielt.
Die drei Ersten der beiden Vorrundengruppen spielen dort in der Aufstiegsgruppe um die Plätze eins bis sechs und den möglichen Aufstieg in die zweite Bundesliga, während die Plätze vier bis sieben beider Gruppen in der Abstiegsgruppe die Platzierungen sieben bis 14 ermitteln, wobei von diesen acht Teams gleich vier - also ab Platz elf abwärts - den Gang in die Regionalliga antreten müssen. Die Mannschaften nehmen die Vorrundenergebnisse gegen die Gegner mit, die mit ihnen - aus derselben Vorrundengruppe kommend - in der Aufstiegs-, beziehungsweise Abstiegsrunde spielen, so dass dort nur noch gegen die Mannschaften aus der anderen Vorrundengruppe Hin- und Rückspiele ausgetragen werden.
Aligses Frauen, die auch weiterhin von Harald Thiele trainiert werden, wollen zeigen, dass sie stärker sind, als es der bei Saisonabbruch zu Buche stehende siebte Tabellenplatz aussagt - ein Platz unter den drei Erstplatzierten der Vorrundengruppe ist daher das erste formulierte Saisonziel. Dass es dann gerne noch weiter hinauf gehen darf, daraus machen weder Trainer noch Mannschaft ein Hehl, denn der Traum von der Rückkehr in die zweite Bundesliga besteht auch weiterhin. Nicht mehr dabei sein werden in der neuen Saison Anna Wübbena (Studium) und Paulina Dudkiewicz-Ras (private Gründe). Neuzugänge sind bisher keine zu vermelden, allerdings wurden bisher auch noch keine gesucht.
Eine quasi "normale" Saison erwarten dagegen Aligses Herren, denn SVG Lüneburg II hat sein Team aus der Dritten Liga zurückgezogen und spielt nächste Saison in der Regionalliga. Da hierdurch nur noch elf Mannschaften in der Dritten Liga West der Männer verblieben sind, wurde deren Spielplan also in gewohnter Form erstellt, wobei jedes Team einmal an einem Wochenende zwei Spiele zu bestreiten hat. Auch bei den Galliern ändert sich nichts an der Außenlinie, Trainer Erik Maul wird auch weiterhin mit seinem Team am Ziel, dem Aufstieg, arbeiten. "Wir waren letzte Saison bereits auf einem guten Weg, den wollen wir weitergehen, die zweite Bundesliga ist das Ziel!" so sein Statement. Verzichten muss er dabei jedoch auf Marc Rothbarth, der wegen anhaltender Knie- und Rückenproblemen nicht mehr auflaufen wird und auf Robin Battermann, bei dem noch nicht feststeht, ob er sich einem anderen Verein anschließt oder vorerst pausiert. Zudem wird Maik Böske nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, da er sich in der Vorbereitung auf die A-Trainerlizenz befindet. Nach Verstärkungen wird noch gesucht, aufgrund der Corona bedingten Einschränkungen war dies aber bislang nicht so leicht, da die Möglichkeiten für ein Probetraining nicht gegeben waren. Dies soll nun aber verstärkt in Angriff genommen werden, um frühzeitig mit der Integration der Neuzugänge in die Mannschaft beginnen zu können.
Wie wohl alle Sportfreunde, so hoffen nun auch Aligses Volleyballteams, dass die Inzidenzwerte weiterhin so niedrig bleiben und es nicht erneut zu Einschränkungen aufgrund Corona kommt, damit die kommende Saison wie geplant starten und zu Ende gespielt werden kann, und dies dann auch möglichst wieder vor vielen Zuschauern - so der Bericht von Christian Rauhut von den Sportfreunden Aligse.